Hamas: Einigung auf Waffenruhe mit Israel

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Israel,

Nach fast 24 Stunden massiver gegenseitiger Angriffe entspannt sich die Lage zwischen Israel und militanten Palästinensern im Gazastreifen vorerst. Die Hamas spricht von einer Waffenruhe, Israel nicht.

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Israel hat Ziele in der Stadt Gaza sowie an anderen Orten in dem Küstenstreifen beschossen. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Israel und Gaza haben einen Waffenstillstand vereinbart.
  • Seit Ende März tötete Israel mindestens 120 Palästinenser.

Nach der schwersten Eskalation der Gewalt seit 2014 zwischen militanten Palästinensern und Israel gilt nach Angaben der radikalislamischen Hamas in Gaza wieder eine Waffenruhe. Man habe sich auf eine Rückkehr zu Vereinbarungen von 2014 geeinigt, teilte die Hamas in der Nacht zu Mittwoch auf Twitter mit.

Mehrere israelische Minister widersprachen der Hamas und betonten, es gebe keine vereinbarte Waffenruhe, man sei aber nicht an einer Eskalation interessiert. Sollte die Lage ruhig bleiben, will Israel die Vereinbarung nach Medienberichten akzeptieren, um Ägypten als moderierende Kraft zu stärken.

Nach dem Gaza-Krieg im Sommer 2014 hatte Ägypten eine entsprechende Waffenruhe vermittelt. Seit Ende März haben israelische Soldaten mehr als 120 Palästinenser bei teilweise gewaltsamen Massenprotesten am Grenzzaun zwischen Israel und dem Gazastreifen getötet.

Der gegenseitige Beschuss zeigt nach Ansicht des UN-Sondergesandten Nikolaj Mladenow, dass die Region «jeden Tag am Rande eines Krieges» steht. Die Organisatoren der wochenlangen Massenproteste an der Gaza-Grenze riefen für Freitag erneut zu Protesten auf.

Israel widerspricht

13'000 Verletzte

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) warnte am Donnerstag, der Gesundheitssektor in Gaza sei nicht in der Lage, die noch mehr als 4000 bei den Auseinandersetzungen verletzten Palästinenser zu versorgen. Deshalb würden nun Verstärkungen in den Küstenstreifen geschickt. Chirurgen, Pfleger und Physiotherapeuten sollten die Ärzte vor Ort unterstützen, teilte die Organisation in Genf mit.

Allein 3600 Palästinenser hätten Schusswunden erlitten. Bei mindestens 1350 von ihnen seien die Verletzungen so schwer, dass sie jeweils drei bis fünf Operationen brauchten. Insgesamt seien mindestens 13'000 Menschen verletzt worden, darunter viele durch Tränengas.

Noch in der Nacht zu Mittwoch wurden weiter Raketen auf israelische Ziele abgefeuert. Eine Rakete traf nach Medienberichten ein Haus in einem Kibbuz im Süden Israels. Niemand sei verletzt worden. Eine weitere Rakete schlug in der südisraelischen Stadt Netivot ein.

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