Hamas

Hamas demonstriert ihre Macht mit Hinrichtungen

Simon Huber
Simon Huber

Palestina,

Eine UNO-Kommission dokumentiert Hunderte Fälle von Hinrichtungen und Gewalt gegen Palästinenser. Amnesty International wirft der Hamas Selbstjustiz vor.

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Amnesty International wirft der Hamas gezielte Hinrichtungen vor. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die UNO dokumentierte 249 Fälle schwerer Gewalt gegen Palästinenser seit August 2024.
  • Mindestens 108 Menschen wurden dabei getötet, in 60 Fällen war die Hamas beteiligt.
  • Amnesty International fordert ein sofortiges Ende der Hinrichtungen.

Eine UNO-Kommission hat 249 Fälle dokumentiert. Der Zeitraum reicht von August 2024 bis Anfang 2026.

Es geht um Hinrichtungen und schwere Gewalt gegen Palästinenser. Mindestens 108 Menschen starben dabei. In 60 Fällen war die Hamas beteiligt.

Öffentliche Hinrichtungen als Machtdemonstration

Betroffen waren Menschen mit angeblichen Israel-Kontakten. Wie SRF berichtet, wurden Hinrichtungen teilweise gefilmt. Die Aufnahmen verbreiteten sich über soziale Medien. Die UNO wertet mehrere Taten als Kriegsverbrechen.

Amnesty-Vertreter Beat Gerber sagt gegenüber SRF: «Sie dienen der Abschreckung, nicht nur der Bestrafung.» Die Hamas wolle so ihre Macht demonstrieren.

Drei dokumentierte Fälle

Der «Tages-Anzeiger» nennt drei Beispiele aus einem Amnesty-Bericht. Im Oktober 2025 richtete die Hamas acht Männer eines Familienclans hin. Zuvor war ihnen ein faires Verfahren versprochen worden.

Im gleichen Monat schossen Hamas-Kämpfer auf einen 57-Jährigen in al-Bureji. Der Mann starb tags darauf im Spital.

Im Juli 2026 tötete die Hamas einen weiteren Mann in Gaza-Stadt. Ihm wurde Kollaboration mit Israel vorgeworfen.

Zustand der Rechtlosigkeit

Gerber spricht von gezielter Einschüchterung. «Es herrscht ein Zustand der Rechtlosigkeit und Selbstjustiz.» Nach dem Waffenstillstand entstand ein Machtvakuum. Seither häufen sich die Gewalttaten.

Wie soll Gaza nach einem Hamas-Abzug verwaltet werden?

Amnesty-Vertreterin Erika Guevara-Rosas sagt: «Auch in Kriegszeiten gilt das Recht auf ein faires Verfahren.» Täter müssten strafrechtlich verfolgt werden. Die Hamas habe bisher niemanden zur Verantwortung gezogen.

Amnesty kritisiert auch Israel

Der Bericht richtet sich vor allem gegen die Hamas. Amnesty fordert aber auch von Israel ein Ende der Angriffe. Zuletzt gab es erneut Luftangriffe auf Gaza.

Jared Kushner, Schwiegersohn von Donald Trump, verhandelt derzeit mit beiden Seiten. Ziel ist es, den Friedensplan zu retten. Der Zugang für Hilfsorganisationen bleibt weiterhin erschwert.

Kommentare

User #4200 (nicht angemeldet)

Warum sagt ammesti nie etwas über die kriegsverbrechen der russen agressoren komisch

User #5228 (nicht angemeldet)

Ein antiwoker Traum für all unsere Rechten hier.

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