In Tadschikistan wurden rund 500 Kilogramm Rauschmittel beschlagnahmt. Die Drogen waren für den Vertrieb nach Europa gedacht gewesen.
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In Ecuador steigt der Drogenhandel. Das Symbolbild zeigt Kokain. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Polizei in Tadschikistan hat rund 500 Kilogramm Rauschmittel beschlagnahmt.
  • Die Drogen seien für den Schwarzmarkt in Europa bestimmt gewesen.
  • Seit der Übernahme der Taliban wird eine Zunahme des Drogenschmuggels befürchtet.

Die Polizei in der zentralasiatischen Republik Tadschikistan hat rund 500 Kilogramm Rauschmittel beschlagnahmt. Dabei handelt es sich um einen der grössten Funde von Drogen afghanischer Herkunft seit fünf Jahren.

Die Drogen, darunter Heroin, Opium und Haschisch, seien in der Hauptstadt Duschanbe sichergestellt worden. Sie seien für den Schwarzmarkt auch in Europa bestimmt gewesen. Dies teilten die Behörden am Donnerstag mit.

Es seien sechs Menschen festgenommen worden, die meisten Einheimische und ein Verdächtiger aus Usbekistan.

Zunehmender Drogenschmuggel befürchtet

Die Ex-Sowjetrepubliken, die an Afghanistan grenzen, befürchten seit der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban eine Zunahme des Drogenschmuggels. Der Schwarzmarktwert der Drogen liege bei 6 Millionen US-Dollar (rund 5,2 Millionen Euro). Dies teilte die Polizei in Duschanbe weiter mit. Bei dem mutmasslichen Chef der Drogenbande seien Immobilien und teure Autos beschlagnahmt worden.

Im vergangenen Jahr stellten die tadschikischen Sicherheitsbehörden nach offiziellen Angaben fast zweieinhalb Tonnen Drogen sicher. Immer wieder werden dort öffentlich die Mengen verbrannt. Tadschikistan hat eine 1400 Kilometer lange Grenze mit Afghanistan, das als führende Nation bei der Produktion illegaler Drogen gilt.

Traditionell ist die vergleichsweise durchlässige Grenze das «Haupteinfallstor» für den Drogenschmuggel. Auch Russland, das in Tadschikistan seine grösste militärische Auslandspräsenz hat, zeigte sich zuletzt beunruhigt wegen der Gefahr des illegalen Handels.

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