Schweizer Armee

    Gouverneur von Hebron: Israels Armee zieht ab

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    Palestina,

    Gut eine Woche nach Beginn des israelischen Militäreinsatzes im Raum Hebron zieht die Armee nach Angaben des Gouverneurs aus der Stadt im Westjordanland ab.

    dpatopbilder - Staubwolken steigen auf, während die israelische Armee die Häuser von Palästinensern in Hebron abreißt. Foto: Mamoun Wazwaz/dpa
    dpatopbilder - Staubwolken steigen auf, während die israelische Armee die Häuser von Palästinensern in Hebron abreißt. Foto: Mamoun Wazwaz/dpa - Keystone/dpa/Mamoun Wazwaz

    Palästinensische Sicherheitskräfte hätten die vollständige Kontrolle in dem Gebiet, sagte Gouverneur Chalid Dudin vor Journalisten. Rund 3.300 Anwohner, die durch den Einsatz vertrieben worden seien, könnten nun sicher in ihre Häuser zurückkehren. Ihre Häuser seien weitgehend zerstört, sagte Dudin, und kündigte schnelle Schritte zum Wiederaufbau an.

    Vor anderthalb Wochen hatten zwei Angreifer aus Hebron zwei israelische Soldaten getötet und drei weitere verletzt. Auch die beiden mutmasslich palästinensischen Angreifer wurden getötet. Israels Militär begann daraufhin nach eigenen Angaben einen Anti-Terror-Einsatz, bei dem die Stadt dem Bürgermeister zufolge abgeriegelt wurde.

    Hunderte Häuser durchsucht

    Laut israelischer Armee wurden in vergangenen Tagen mehrere Verdächtige festgenommen und Waffen sichergestellt. Israelische Soldaten durchsuchten dabei Hunderte Häuser. Von Israels Armee gab es zunächst keine Bestätigung über das Ende des Militäreinsatzes.

    Das UN-Nothilfebüro Ocha erklärte, dass bei dem Einsatz mehr als 3.000 Menschen vertrieben und auch Wohnhäuser und Geschäfte zerstört worden seien. Die meisten der Betroffenen seien bei Verwandten untergekommen. Teils nutzten Soldaten nach UN-Angaben auch Wohnhäuser als Militärposten.

    Folgen für 250.000 Schüler und Studenten

    Der Einsatz hat nach palästinensischen Angaben schwere Folgen für die Wirtschaft. Bürgermeister Jussef al-Dschabari sprach von täglichen Verlusten in Höhe von umgerechnet rund 3,5 Millionen Euro. Unternehmen könnten wegen des Einsatzes keine Rohstoffe mehr beziehen oder Waren ausliefern und Beschäftigte ihre Arbeitsstätten nicht mehr erreichen.

    Direkte Folgen gab es auch für Tausende Schüler und Studenten: Dem UN-Kinderhilfswerk Unicef zufolge wechselten 250.000 von ihnen in fast 700 Bildungseinrichtungen aus Sicherheitsgründen in den Distanzunterricht.

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