Der Bergbaukonzern und Rohstoffhändler Glencore dürfte im kommenden Jahr seine Fördermengen gegenüber der Produktion in diesem Jahr etwas drosseln. Insbesondere die Kupfer-, Kobalt- und Ferrochrom-Produktion dürfte zurückgehen.
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Glencore ist ein Rohstoffkonzern. - sda - KEYSTONE/AP/Charlie Riedel
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Im Jahr 2023 soll die Gesamtförderung gemessen an Kupfer-Äquivalenten auf 4,0 Millionen Tonnen sinken, wie Glencore am Dienstag im Vorfeld des jährlich durchgeführten Investoren-Updates mitteilte. Fürs laufende Jahr geht der Konzern von einer Fördermenge von 4,1 Millionen Tonnen aus.

Rückläufig dürfte sich etwa die Kupferproduktion entwickeln. Da rechnet Glencore 2023 mit einer Fördermenge von 1,04 Millionen Tonnen nach erwarteten 1,06 Millionen Tonnen für das laufende Jahr. Die Kobalt-Produktion dürfte derweil auf 38'000 von 45'000 Tonnen und die Ferrochrom-Förderung auf 1,31 Millionen von 1,50 Millionen Tonnen gedrosselt werden.

Mit einer leichten Steigerung rechnet Glencore derweil in den Nickel-Minen, wo die Produktion 2023 auf 112'000 von 110'000 Tonnen anziehen soll. Und Zink will die Gruppe im kommenden Jahr mit 950'000 Tonnen ebenfalls etwas mehr fördern, während die Erwartungen an die Kohle-Produktion mit 110 Millionen Tonnen stabil bleiben.

Weiter rechnet Glencore für 2023 mit etwas tieferen Ergebnissen, nachdem diese im laufenden Jahr aufgrund des starken Anstiegs der Rohstoffpreise in die Höhe geklettert sind. Der adjustierte Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA soll laut den Angaben bei 28,7 Milliarden US-Dollar zu liegen kommen. Für das Jahr 2022 wurden zuletzt 32,2 Milliarden Dollar erwartet.

Seine Klimaschutzziele hat Glencore bestätigt: Bis 2050 will der Konzern seine CO2-Emissionen netto auf null senken. Unverändert sind auch die Zwischenziele. Demnach peilt der Bergbaukonzern bis 2026 gegenüber dem Referenzjahr 2019 eine Reduktion um mindestens 15 Prozent an. Bis 2035 will das Unternehmen seine Treibhausgasemissionen um 50 Prozent senken.

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