Feuer auf Belém-Gelände: Klimakonferenz wird fortgesetzt
Nach einem Brand auf dem Belém Gelände wird die internationale Klimakonferenz fortgesetzt. Experten warnen vor Sicherheitslücken.

In der brasilianischen Stadt Belém ist am Mittwoch ein Feuer auf dem Gelände der klimarelevanten COP30-Konferenz ausgebrochen. Die «BBC» berichtet, dass die Flammen innerhalb weniger Stunden Teile der temporären Medieneinrichtungen und logistischer Bereiche zerstörten.
Laut Angaben der Feuerwehr konnte der Brand am Nachmittag unter Kontrolle gebracht werden. Verletzte habe es keine gegeben, bestätigte der Zivilschutz demnach.
Belém-Gelände: Wiederaufnahme der Verhandlungen
Wie die «Folha de S.Paulo» meldet, wurden die Konferenzaktivitäten nach einer Sicherheitsüberprüfung am Donnerstagmorgen wieder aufgenommen. Schwerpunkt der Gespräche sei der Umgang mit extremen Wetterereignissen infolge der Erderhitzung, hiess es weiter.

Mehrere Delegationen bezeichneten den Vorfall als «ernsthafte Mahnung», die Infrastruktur von Umweltkonferenzen besser abzusichern. Die brasilianische Umweltministerin Marina Silva erklärte laut der «Associated Press»: Der Zwischenfall werde keine Auswirkungen auf die inhaltliche Agenda der COP30 haben.
Sicherheitsdebatte und internationale Reaktion
Die Organisatoren kündigten zusätzliche Sicherheitsmassnahmen an. Nach Angaben der «New York Times» sollen Brandmelder und Notfallprotokolle überprüft und angepasst werden.
UN-Generalsekretär António Guterres drückte in einer Stellungnahme sein Bedauern über den Zwischenfall aus und lobte die schnelle Reaktion der Einsatzkräfte. Auch aus der EU und den USA kam Unterstützung für die Fortführung der Konferenz.
Fokus auf brasilianische Verantwortung
Belém, gelegen im Amazonasgebiet, gilt als Symbolort des globalen Klimaschutzes. Laut der «Deutschen Welle» will Brasilien mit der Ausrichtung der COP30 zeigen, dass der Schutz des Regenwaldes wieder Priorität habe.
Präsident Luiz Inácio Lula da Silva bekräftigte sein Ziel, die Entwaldung bis 2030 vollständig zu stoppen. Experten bezeichneten den Standort der Tagung trotz des Brandvorfalls als «strategisch wichtig» für die internationale Zusammenarbeit.
















