Geflüchtete aus Sudan: NGO warnt vor humanitärer Krise im Tschad

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Tschad,

    Die NGO Ärzte ohne Grenzen hat angesichts einer steigenden Zahl von Flüchtlingen aus dem Sudan vor einer humanitären Krise im benachbarten Tschad gewarnt.

    Sudan Flüchtlinge
    ARCHIV - Menschen besteigen einen Lastwagen um die Stadt zu verlassen. - sda - Keystone/AP/Uncredited

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wegen des Krieges im Sudan befinden sich bereits Hunderttausende Flüchtlinge im Tschad.
    • Seit Mitte April herrscht ein Bürgerkrieg im Sudan zwischen Milizen und der Armee.
    • Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen warnt vor einer humanitären Krise.

    «Ärzte ohne Grenzen ist in drei Geflüchtetenlagern präsent, in denen täglich 2'000 zusätzliche Menschen ankommen», sagte Susanna Borges, die Notfallkoordinatorin von Ärzte ohne Grenzen im Tschad am Montag.

    Im nordostafrikanischen Sudan kämpft seit Mitte April die Armee unter De-Facto-Präsident Abdel Fattah al-Burhan gegen die paramilitärische Miliz RSF des ehemaligen Vizemachthabers Mohammed Hamdan Daglo um die Macht im Land.

    Schon über 350'000 sudanesische Flüchtlinge im Sudan

    Die Kämpfe konzentrieren sich insbesondere auf die Hauptstadt Khartum und die angrenzenden Städte sowie die Region Darfur im Westen des Landes, die an den Tschad grenzt.

    Laut Ärzte ohne Grenzen sind in der Grenzstadt Adré im Tschad bereits über 350'000 sudanesische Geflüchtete angekommen. Die Organisation rief die internationale Gemeinschaft und Hilfsorganisationen zu rascher Unterstützung der Flüchtlinge auf.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    Sudan
    UNHCR
    Ärzte ohne Grenzen Quarantänestation
    Ärzte ohne Grenzen
    Sudan
    1 Interaktionen
    Im Sudan
    Leapmotor B03X
    13 Interaktionen
    Nur 23’900 Franken

    MEHR AUS TSCHAD

    Gebäudekomplex
    6 Interaktionen
    38 Verletzte
    Französische Truppen in Mali.
    1 Interaktionen
    Militärpräsenz beendet