Frankreich stellt sich hinter die Forderung der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas nach planmässigen Wahlen im Krisenstaat Mali.
Junta und Ecowas-Delegation bei Gesprächen in Mali
Junta und Ecowas-Delegation bei Gesprächen in Mali - AFP/Archiv

Es habe absolute Priorität, dass die Präsidentschaftswahl im Februar unter den von Ecowas festgelegten Bedingungen organisiert werde, hiess es von Frankreichs Aussenminister Jean-Yves Le Drian am Montag.

Im Mali herrschte zuletzt eine Übergangsregierung, die bis zur Präsidentschaftswahl 2022 im Amt sein sollte, aber in der vergangenen Woche durch einen Putsch entmachtet wurde.

Putschistenführer Assimi Goïta liess sich nun am Freitagabend zum neuen Übergangspräsidenten ausrufen. Ecowas setzte Malis Mitgliedschaft daraufhin vorerst aus und forderte die sofortige Ernennung eines neuen zivilen Staatschefs.

Frankreich unterstützt Le Drian zufolge Bemühungen von Ecowas, dass die Übergangsperiode eingehalten wird. Dies sei Bedingung für das weitere Engagement der Partner Malis.

Frankreich ist in Mali mit mehr als 5000 Soldaten im Einsatz, um islamistischen Terrorismus zu bekämpfen. Auch die Bundeswehr hat dort mehrere Hundert Soldaten stationiert. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte mit dem Rückzug der Truppen seines Landes gedroht, sollte sich Mali nach dem Putsch in Richtung radikaler Islamismus entwickeln.

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