Great Barrier Reef

    Forscher wollen Great Barrier Reef retten

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    Australien,

    Die verheerenden Schäden am Great Barrier Reef in Australien könnten einer Studie zufolge durch menschliche Eingriffe um bis zu 20 Jahre verzögert werden.

    Great Barrier Reef
    Great Barrier Reef - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Forscher wollen die Zerstörung am Great Barrier Reef um rund 20 Jahre verzögern.
    • Dafür kommen künstliche Wolkenaufhellungen und neue Korallenarten zum Einsatz.
    • Wegen der Klimakrise gibt es in den nächsten 50 Jahren einen massiven Korallenrückgang.

    Die verheerenden Schäden am Great Barrier Reef in Australien könnten durch menschliche Eingriffe um bis zu 20 Jahre verzögert werden. Möglich seien etwa künstliche Wolkenaufhellungen und die Ausbringung hitzetoleranter Korallen. Das schreiben australische Forscher in einem am Donnerstag in der Zeitschrift «Royal Society Open Science» veröffentlichten Papier.

    Hitzewellen und Wirbelstürme schaden dem Riff

    Dem Riff drohe in den nächsten 50 Jahren ein massiver Rückgang der Korallenbestände wegen der Folgen der Klimakrise.

    Die Klimaveränderungen führen den Forschern zufolge zu mehr Hitzewellen im Meer, stärkeren Wirbelstürmen und Überflutungen, die dem berühmten Riff schaden.

    great barrier reef
    Das Great Barrier Reef, eines der sieben Weltwunder der Natur. - Keystone

    «Korallenriffe zählen zu den am meisten durch den Klimawandel gefährdeten Ökosystemen der Welt», sagte der Hauptautor der Studie, Scott Condie.

    Die Modellprojektionen legen nahe, dass der Korallenbestand am 2300 Kilometer langen Great Barrier Reef auf unter zehn Prozent sinken könnte. Bereits heute hat das Riff laut früheren Studien bereits die Hälfte seiner Korallen im Vergleich zu 1995 verloren.

    Australien will sich nicht verpflichten

    Menschliche Eingriffe im Kombination mit «starken globalen Klimamassnahmen» könnten die Zerstörungen jedoch verlangsamen, sagte Condie. Die Forscher schlagen die Ausbringung von Salzkristallen in der Luft zur Aufhellung der Wolken vor. Dadurch soll die Sonne stärker reflektiert und so die Wassertemperatur am Riff gesenkt werden. Auch Massnahmen zur Kontrolle des korallenfressenden Dornenkronenseesterns schlagen die Forscher vor.

    Great Barrier Reef
    Ein Foto aus dem Mai 2016 zeigt geschädigte Korallen im Great Barrier Reef in Australien. - Keystone

    Die Forscher gingen von einem globalen Anstieg der Temperaturen um durchschnittlich nicht mehr als 1,8 Grad bis 2100 aus. Das setzt voraus, dass die Staatengemeinschaft das Pariser Klimaabkommen einhält. Die australische Regierung weigert sich aber bisher, sich auf das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu verpflichten.

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