Bei einem Flächenbrand, ausgelöst durch eine Explosion, in einem Spital in Bagdad sind 82 Menschen ums Leben gekommen und 110 weitere verletzt worden.
Explosion Flächenbrand
Rettungskräfte stehen vor dem Al-Khatib-Krankenhaus. Bei einer Explosion und einem anschliessenden Brand in der Corona-Station eines Krankenhauses in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind laut Augenzeugen mindestens 20 Menschen getötet worden. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • In einem Spital in Bagdad (IRQ) sind 82 Menschen bei einem Brand ums Leben gekommen.
  • 110 weitere Personen verletzen sich bei dem Unglück.
  • Nach Medienberichten kam es durch eine Flaschenexplosion zur Tragödie.

Bei einem Flächenbrand in einem Spital in Bagdad sind 82 Menschen ums Leben gekommen und 110 weitere verletzt worden. Das teilte das Innenministerium der staatlichen Agentur INA zufolge mit. Bei dem Vorfall in der Nacht zum Sonntag spielten sich chaotische Szenen ab. Zunächst war von rund 60 Todesopfern die Rede, ehe die Zahl am Sonntag weiter nach oben korrigiert wurde.

Wie genau es zum Flächenbrand im Al-Khatib-Spital kam, war zunächst unklar. Als mögliche Gründe wurden ein Kurzschluss oder ein Problem mit den dort gelagerten Sauerstoffflaschen genannt. Nach Medienberichten war eine der Flaschen explodiert, woraufhin sich Feuer in der Station ausbreitete. In einem Video des Vorfalls ist auf einem Flur die Explosion zu sehen, bald darauf breitet sich dichter Rauch aus.

Flächenbrand breitet sich auf 16 Räume aus

Die Flammen hätten auf 16 Räume übergegriffen und auch dort, wo Corona-Patienten untergebracht waren, sagte ein Augenzeuge der Deutschen Presse-Agentur. Mehrere junge Männer hätten Patienten in Sicherheit und mit ihren Autos dann in andere Krankenhäuser gebracht. Aus Fenstern stieg Rauch auf.

Explosion in Spital
Menschen stehen vor dem Al-Khatib-Krankenhaus. Nach dem Flächenbrand auf der Corona-Station eines Krankenhauses in der irakischen Hauptstadt Bagdad ist die Zahl der Todesopfer auf 82 gestiegen. - dpa

Feuerwehrleute löschten den Brand schliesslich. Ganze Räume und Flure lagen danach in Schutt, wie auf Bildern zu sehen war. Augenzeugen berichteten von verkohlten Leichen am Unglücksort.

Ministerpräsident Mustafa al-Kasimi ordnete eine rasche Untersuchung an und liess den Direktor des Spitals festnehmen. Die Todesopfer seien als «Märtyrer» zu betrachten. Mit dieser Einstufung können die Angehörigen finanzielle Unterstützung der Regierung erhalten. Zudem wurde eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.

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