Mord

    Festnahme nach Mord an Schönheitschirurgen in Spanien

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Spanien,

    Nach dem Mord an einem Schönheitschirurgen im Nobelbadeort Marbella hat die spanische Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Das bestätigte ein Polizeisprecher auf Anfrage.

    Pistole
    Im Luxusbadeort Marbella wurde ein Schönheitschirurg erschossen. (Symbolbild) - keystone

    Weitere Angaben könnten nicht gemacht werden, weil der zuständige Ermittlungsrichter eine Nachrichtensperre angeordnet habe. Die Hintergründe der Tat waren zunächst weiter unbekannt. Einigen Regionalmedien zufolge hatte der Chirurg auch einen deutschen Pass; die Behörden machten zur Nationalität des Opfers aber keine Angaben.

    Spanische Medien berichteten unter Berufung auf informierte Kreise, bei dem am Donnerstag Festgenommenen handele es sich um einen 18 Jahre alten Schweden. Vermutlich sei es ein Auftragsmord gewesen. Der Verdächtige sei erst kurz vor der Tat nach Spanien eingereist, habe Unterstützer vor Ort gehabt und das Land direkt nach dem Mord wieder verlassen sollen. Ihm sei aber ein «kleiner Fehler unterlaufen», was zu seiner schnellen Festnahme geführt habe, schrieb die Zeitung «El Mundo». Welcher Art dieser Fehler war, wurde nicht bekannt.

    Die Ermittlungen konzentrierten sich demnach auf die Frage, wer den Mord in Auftrag gegeben haben könnte. Nicht ausgeschlossen werde, dass es sich um einen unzufriedenen Kunden der Klinik handeln könnte. Zudem werde nach Personen gefahndet, die dem Festgenommenen bei der Vorbereitung und Ausführung der Tat vor Ort geholfen haben könnten.

    Ein Vermummter war den Berichten zufolge am Mittwoch gegen 18.00 Uhr in der Klinik erschienen. Er habe sich direkt zu dem Arzt begeben und ihn sofort mit mehreren Kopfschüssen niedergestreckt, berichteten spanische Medien unter Berufung auf die Polizei. Kurz nach der Tat bestätigte ein Polizeisprecher diese Informationen auf Anfrage noch, da die Nachrichtensperre erst später angeordnet wurde. Rettungssanitäter hätten dem Opfer nicht mehr helfen können, der Arzt sei noch am Tatort gestorben. Der Täter soll nach den Schüssen auf einem Motorrad geflohen sein.

    Das 57 Jahre alte Opfer war Medienberichten zufolge Leiter einer von ihm im Jahr 2018 gegründeten Klinik für Schönheitsoperationen in Marbella. Zuvor sei er rund zehn Jahre an Krankenhäusern in Málaga und Marbella tätig gewesen. Er stamme aus Köln, habe in Deutschland und Österreich Medizin studiert, sei als Arzt in Aachen tätig gewesen und habe sich in plastischer und ästhetischer Chirurgie auch in Grossbritannien und Südafrika weitergebildet.

    Die Vereinigung der Ärzte in Málaga legte eine Schweigeminute ein, wie sie in einer Mitteilung auf der Plattform X mitteilte.

    Die Behandlungen in der Klinik des Opfers gelten als teuer. Die Kundinnen und Kunden kommen den Berichten zufolge vornehmlich aus Europa, dem Nahen Osten und den USA. Die Klinik stellt für Wohlhabende auch eigene Erholungsvillen mit individueller Pflege nach den Operationen zur Verfügung.

    Mehr zum Thema:

    Weiterlesen

    sdf
    41 Interaktionen
    Militär-KI
    wer
    28 Interaktionen
    «Dimi Swisspass-Team»

    MEHR IN NEWS

    Rüti bei Büren BE
    sdf
    Schülerproteste
    Friedensnobelpreis 2026
    14 Interaktionen
    Friedensnobelpreis 2026

    MEHR MORD

    mike egger
    19 Interaktionen
    «Weg war lang»
    SVP-Nationalrat Egger
    76 Interaktionen
    Bei Mord
    4 Interaktionen
    Messerangriff
    Mord
    125 Interaktionen
    Räte sind sich einig

    MEHR AUS SPANIEN

    madrid
    2 Interaktionen
    Nach Skandal im Mai
    Pistole
    6 Interaktionen
    Marbella
    5 Interaktionen
    Madrid