Macron empört über pikantes Schülerplakat in TV-Nachrichten
Ein Schülerplakat, das auf Emmanuel Macrons Ehe mit Brigitte Macron abzielt, verärgert den Präsidenten Frankreichs.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Slogan über Präsident Emmanuel Macron und seine Frau geht dem Staatschef zu weit.
- «Macron, bumse deine Lehrerin, nicht unsere», heisst es darauf.
- Dass ein Fernseh-Sender dies gezeigt hat, empört Macron.
Seit Tagen protestieren Schüler in Frankreich für eine bessere Ausstattung der Schulen und Bildungsgerechtigkeit. Doch ein Slogan über Präsident Emmanuel Macron und seine Frau geht dem Staatschef entschieden zu weit.
Im Fernsehsender France 2 war ein Protestplakat mit dem Slogan «Macron bz ta prof, pas les nôtres» gezeigt worden.
Auf Deutsch heisst dies etwa «Macron, bumse deine Lehrerin, nicht unsere». Wobei die Abkürzung «bz» im Französischen verwendet wird, um das unflätige Wort «baiser» nicht auszuschreiben.
Der Spruch spielt darauf an, dass Macron seine Frau Brigitte kennenlernte, als sie seine Lehrerin war.
Mit dem Slogan wollen die Schüler zum Ausdruck bringen, dass Macron keine Politik auf dem Rücken ihrer Lehrkräfte betreiben soll. Der Slogan ist neben vielen anderen regelmässig bei den Schülerprotesten zu lesen.
Beleidigender Spruch in 13-Uhr-Nachrichten
Macron soll ausser sich sein, dass das beleidigende Plakat am Dienstag in den 13 Uhr-Nachrichten zu sehen war. Besonders erbost sei er, dass sich niemand der Senderverantwortlichen danach dafür entschuldigte.
Der Wirbel um das Plakat nahm auch dadurch Fahrt auf, weil die rechte Internetplattform «Destination Télé» ein Standbild der nur wenige Sekunden langen Sequenz veröffentlicht hatte.
«Wir sind nicht dafür verantwortlich, was auf den Plakaten der Demonstranten steht», sagte der Leiter der nationalen Redaktion von France Télévisions, Julien Duperray.
Wie der Sender France Info berichtete, räumte er aber ein: «Unsere Aufgabe ist es, die Kontrolle darüber zu behalten, was wir in unseren Sendungen zeigen.»
«Insbesondere, wenn bestimmte Wörter beleidigend sein können. Diese Mahnung wurde von der Geschäftsleitung an alle Redaktionsteams gerichtet.»


















