Die Europäische Union und Indien haben eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Handel und Technologie vereinbart.
Kommissionspräsidentin von der Leyen
Kommissionspräsidentin von der Leyen - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Vorbild ist Kooperation mit den USA.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der indische Regierungschef Narendra Modi gaben am Montag in Neu Delhi den Startschuss für einen gemeinsamen Handels- und Technologierat (Trade and Technology Council, TTC). Vorbild sei die bereits bestehende Kooperationsplattform mit den USA, sagte von der Leyen.

Beide Seiten seien sich einig gewesen, dass «die raschen Veränderungen des geopolitischen Umfelds deutlich machen, wie sehr ein gemeinsames eingehendes strategisches Engagement erforderlich ist», erklärte die Kommission in Brüssel unter Anspielung auf den Ukraine-Krieg. Indien hat die russische Invasion in der Ukraine bisher nicht offiziell verurteilt.

Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) begrüsste die engere Zusammenarbeit. Seit der Vereinbarung zwischen der EU und Indien vom Mai 2021 zur Aufnahme von Freihandelsverhandlungen sei «wenig passiert», erklärte der Abteilungsleiter Aussenwirtschaft im VDMA, Ulrich Ackermann, in Frankfurt am Main.

Insbesondere müssten die Ausfuhrgenehmigungen der EU-Staaten für Technologieexporte nach Indien erleichtert werden, forderte der Verband. Im Maschinensektor lägen die indischen Zölle durchschnittlich bei 7,5 Prozent und gehörten damit zu den höchsten der Welt.

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