Silvester-Ticker: Feuerwerk sorgt für Brände in der Ostschweiz

Viele Länder sind wie die Schweiz bereits im Jahr 2026. Neben Feuerwerk gab es auch Ausschreitungen, in Amsterdam brannte eine Kirche.

berlin
In Berlin wurden Polizisten mit Feuerwerkskörpern angegriffen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Jahr 2026 hat begonnen.
  • In mehreren deutschen Städten gab es Angriffe auf Polizisten.
  • In den Niederlanden eskalierte die letzte Silvester-Nacht mit Böllern.
  • Im Ticker halten wir dich auf dem Laufenden.

2026 ist da! Neben Feuerwerken und grossen Shows weltweit gab es auch Ausschreitungen und Festnahmen.

Wie wird das neue Jahr auf der Welt eingeläutet? Was passiert bei den Feiern? Wir halten dich im Silvesterticker auf dem Laufenden.

09.22: Es war ein positives Fazit, welches die beiden Kantonspolizeien Thurgau und St. Gallen am Donnerstagmorgen nach der Silvesternacht zogen. Keine Verletzten, keine schweren Straftaten, so die Bilanz.

In der Schweiz gab es wie hier in Zürich viele tolle Feuerwerke zu sehen. - keystone

Die Brände, mutmasslich durch Feuerwerk ausgelöst, konnten allesamt schnell gelöscht werden. Im Gegensatz zu anderen Jahren mussten im Thurgau von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen keine Feuerwehren aufgeboten werden.

Einen brennenden Abfalleimer in Amriswil löschten die Polizeibeamten selbst. Die Sachschäden der Brände sind noch nicht beziffert.

Weiter wurden mehrere betrunkene Personen aus dem Verkehr gezogen. In St. Gallen rückte die Polizei zweimal wegen häuslicher Gewalt aus.

03:05: Zwei 18-Jährige sind in der Silvesternacht in Bielefeld bei Unfällen mit selbstgebauter Pyrotechnik ums Leben gekommen. Die jungen Männer erlitten tödliche Gesichtsverletzungen, wie die Polizei mitteilte. Zuvor berichtete die «Bild» darüber. Die Unfälle passierten unabhängig voneinander.

Ein Vorfall ereignete sich im Stadtteil Baumheide. Dort starb der Mann den Angaben zufolge noch am Unfallort. Der Verletzte im Stadtteil Brake erlag seinen Verletzungen nach Reanimationsversuchen im Krankenhaus. Um welche Pyrotechnik es sich handelte, wurde nicht mitgeteilt.

02:15: Mehr als Hunderttausend Menschen haben zum Glockenschlag von Big Ben in London den Jahreswechsel gefeiert. Bei eisigen Temperaturen versammelten sich die Feiernden in einem abgesperrten Bereich am Themseufer gegenüber vom Riesenrad London Eye, um das Feuerwerk anzuschauen. Für die Neujahrsfeier im Londoner Bezirk Westminster wird schon seit Jahren ein Ticket benötigt.

Das 15-minütige Spektakel soll laut dem öffentlichen Rundfunksender BBC mit 12'000 Feuerwerkskörpern das grösste in Europa gewesen sein.

In Paris feierten Hunderttausende Menschen den Jahreswechsel auf den Champs-Élysées. Am Arc de Triomphe gab es eine Lichterschau und um Mitternacht ein grosses Feuerwerk. Die Prachtstrasse war für die grosse Silvesterparty für den Autoverkehr gesperrt. Das Spektakel, das neben Hauptstadtbewohnern auch viele Touristen anlockte, verlief nach einer ersten Bilanz weitgehend friedlich.

02:00: In Deutschland wurden die Feiern zum Jahreswechsel von Angriffen auf die Polizei überschattet. Vielerorts waren die Einsatzkräfte mit einem vor Ort. In Berlin gab es bis 1 Uhr über 300 Festnahmen.

Laut einem Sprecher wurden Polizisten mit Feuerwerksraketen und Böllern angegriffen. Als mutmassliche Täter festgenommen wurden, habe es weitere Angriffe gegeben.

deutschland
In mehreren deutschen Städten ist die Polizei in der Silvesternacht mit einem Grossaufgebot vor Ort. - keystone

Zwischenfälle gab es in der Nacht auch in Hamburg: Im Stadtteil Steilshoop wurden laut Polizei Passanten und Einsatzkräfte mit Pyrotechnik beworfen. Von Verletzten war zunächst nichts bekannt.

In Leipzig brannten Mülleimer. Es kam zu Zwischenfällen. Die Lage war noch unübersichtlich.

In Spandau soll ein Mensch durch die Explosion einer Kugelbombe leicht verletzt worden sein. Genaueres war nach Angaben der Polizei zunächst nicht bekannt. Bereits am Silvesterabend wurden laut Polizei mehr als 100 Menschen wegen Missbrauchs von Feuerwerk von der Polizei vorläufig festgenommen. Neun Polizisten seien meist durch Knalltraumata von Böllern leicht verletzt worden.

Letzte Böllernacht in Niederlanden eskaliert

Auch in etlichen niederländischen Städten musste die Polizei in der Silvesternacht wegen Gewalt sowie Unglücken und Vorfällen mit Feuerwerk ausrücken. Es gab Gebäudebrände, Verletzte und Festnahmen. In der Grossstadt Nijmegen an der deutschen Grenze kam ein Mensch bei einem Unglück mit einem Böller ums Leben.

amsterdam
In Amsterdam geriet der Turm der Vondelkirche in Brand. - keystone

In Amsterdam geriet der Turm der Vondelkirche im Zentrum der Hauptstadt in Brand, wie die Nachrichtenagentur ANP meldete. Die Spitze des Turms stürzte ein, ein Grossaufgebot von Einsatzkräften rückte an.

Molotowcocktails und Gehwegplatten auf Polizisten geworfen

Wie die Polizei in der Grossstadt Breda mitteilte, wurden Beamten dort mit Molotowcocktails und Gehwegplatten beworfen. Ausserdem wurden Autos in Brand gesetzt, auch ein Polizeiwagen brannte aus und es gab Schlägereien.

Auch in der Stadt Roosendaal an der belgischen Grenze wurden Beamte nach Angaben der Polizei mit schweren Feuerwerkskörpern beworfen, es gab sieben Festnahmen. Zu Spannungen kam es auch in Den Haag, auch hier wurden Beamte mit Böllern beworfen, wie ANP berichtete.

Ab dem Jahreswechsel 2026/2027 soll nach einem Parlamentsbeschluss ein Böllerverbot gelten. Für die letzte Silvesternacht mit Böllern und Raketen kauften die Menschen in den Niederlanden besonders grosse Vorräte ein.

01:00: Die Schweiz ist mit Glockengeläut, Cüpli und einzelnen Feuerwerken ins neue Jahr gerutscht. Während Bernerinnen und Berner den Münsterglocken lauschten, drängten in Zürich Tausende ums Seebecken, um das Feuerwerk mitzuerleben.

Schätzungsweise 150'000 Zuschauer brachten sich in Position, um einen Blick auf das – dieses Jahr nebelfreie – Feuerwerk zu erhaschen. Sämtliche Beleuchtungen wurden ausgeknipst, damit die Raketen gut zu sehen waren.

zürich
Rund 150'000 Personen schauten das Neujahrs-Feuerwerk in Zürich. - keystone

In Genf stand die diesjährige Feier inklusive Feuerwerk unter dem Motto «Ensemble on brille!» und auch im aargauischen Rheinfelden wurden Raketen gezündet – gemeinsam mit der deutschen Schwesterstadt auf der anderen Seite des Rheins. Die meisten Schweizer Städte verzichteten aber auf ein offizielles Feuerwerk.

In der Bundeshauptstadt Bern versammelten sich die Feierfreudigen auf dem Münsterplatz, um das Jahr buchstäblich ausläuten zu lassen. Die zwölf Glockenschläge um Mitternacht führte die Turmwartin mit dem einzigen vorhandenen Schlaghammer von Hand aus.

00:00: Frohes neues Jahr!

Jetzt ist es auch in der Schweiz so weit: 2025 ist Geschichte, 2026 hat begonnen. Nau.ch wünscht Ihnen auch im neuen Jahr ganz viel Glück, Erfolg und Gesundheit.

neues jahr
Die Schweiz ist im neuen Jahr angekommen - nau.ch

22:45: Bei der Explosion eines Böllers ist am Silvesternachmittag in einem Randbezirk von Rom ein Mann ums Leben gekommen. Der 60-Jährige hantierte nach ersten Erkenntnissen selbst mit dem Feuerwerkskörper, als es zur Explosion kam.

Nach Angaben der Rettungskräfte erlitt der Mann schwerste Verletzungen an Gesicht, Oberkörper und einer Hand, die regelrecht weggesprengt wurde. Der Mann verlor demnach viel Blut und starb noch vor Ort. Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

In der italienischen Hauptstadt gilt vom letzten Tag des Jahres bis zum 7. Januar ein Verbot für Feuerwerk und Silvesterböller. Dieses wird in vielen Gegenden Roms rund um Silvester allerdings nicht konsequent eingehalten.

22:00: Weitere Länder sind ins neue Jahr gestartet. Dazu zählen Russland, Belarus, die Türkei und die arabische Halbinsel. In Dubai wurde Feuerwerk aus dem Burj Khalifa abgefeuert.

dubai
Dubai hat das neue Jahr mit einer grossen Feuerwerks-Show begrüsst. - keystone

17:41: Hongkong hat das neue Jahr ohne das traditionelle Silvester-Feuerwerk über dem Victoria-Hafen begrüsst. Stattdessen wurde eine grosse Countdown-Veranstaltung mit Lichtinstallationen und Sänger-Auftritten organisiert.

Die Absage des Feuerwerks erfolgte aus Rücksicht auf die Opfer und Angehörigen einer schweren Brandkatastrophe im Stadtteil Tai Po, bei der Ende November 161 Menschen in der chinesischen Sonderverwaltungsregion ums Leben gekommen waren.

17:21: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner Neujahrsbotschaft den Glauben an den Frieden hervorgehoben.

Wolodymyr Selenskyj
Wolodymyr Selenskyj glaubt in seiner Neujahrsansprache an den Frieden. - keystone

Das auslaufende Jahr sei geprägt gewesen «von der Treue und Standhaftigkeit, den Prinzipien und der täglichen Arbeit der Ukrainer», teilte er auf Facebook und X mit.

«Dieses Jahr wurde möglich dank unserer Verteidiger – denen, die es nicht nur für die Ukraine, sondern für alle verteidigt haben, die Freiheit und Würde schätzen.»

16:04: 26 Stunden dauert es insgesamt, bis der ganze Globus ins neue Jahr gerutscht ist. Amerikanisch-Samoa, das nur 220 Kilometer östlich von Samoa auf der anderen Seite der internationalen Datumsgrenze liegt, wird schliesslich der letzte bewohnte Ort der Erde sein, der das neue Jahr begrüsst – zwölf Stunden nach der Schweiz.

15.54: Neben Sydney sind auch in Singapur und anderen asiatischen Städten spektakuläre Lichtshows geplant. In Singapur werden zahlreiche Schaulustige zum Feuerwerk an der Marina Bay mit Blick auf die Skyline erwartet.

In Bangkok steht wieder der mächtige Fluss Chao Phraya im Zentrum, in dem sich traditionell die Lichter des Mega-Feuerwerks spiegeln. Viele Thais und Touristen feiern auf Party-Booten, um die Show aus nächster Nähe zu erleben.

14.35: Sydney hat zwei Wochen nach dem blutigen Anschlag am Bondi Beach mit einem spektakulären Feuerwerk vor traumhafter Kulisse das neue Jahr eingeläutet. Auf der in weisses Licht getauchten Harbour Bridge erstrahlten bereits vor Mitternacht während einer Schweigeminute die Worte «Peace» (Frieden) und «Unity» (Einheit) sowie eine Menora.

Der siebenarmige Leuchter ist ein zentrales religiöses Symbol des Judentums. Tausende hielten Kerzen und andere Lichter in den Händen.

Harbour Bridge Sydney Neujahr
Kurz vor Mitternacht erleuchtete die Harbour Bridge in Sydney in weiss. - keystone

Am berühmten Bondi Beach hatten am 14. Dezember zwei Attentäter – ein Vater und sein Sohn – beim jüdischen Lichterfest Chanukka auf eine Menschenmenge geschossen. 15 Menschen starben. Die traditionellen Silvesterfeiern an dem Strand wurden abgesagt.

Stolze neun Tonnen Pyrotechnik und atemberaubende Spezialeffekte liessen Schaulustige im Hafenviertel und Zuschauer rund um die Erde mehr als zwölf Minuten lang vor den Bildschirmen staunen. Von der Harbour Bridge flossen Kaskaden aus Licht, auch rund um das Sydney Opera House erleuchteten bunte Flammen und Feuerwerkskörper den Himmel.

Mehr als eine Million Menschen hatten sich schon seit dem Morgen die besten Plätze gesichert.

12.32: Um 14 Uhr Schweizer Zeit sind dann alle Augen auf Sydney gerichtet: In der australischen Metropole an der Ostküste sollen rund um die ikonische Harbour Bridge und das Opernhaus neun Tonnen Pyrotechnik den Himmel erleuchten. Das Feuerwerk vor atemberaubender Kulisse ist ein Highlight der weltweiten Silvesterfeierlichkeiten.

Nach dem tödlichen Terroranschlag am Bondi Beach vor zwei Wochen wurden die Feiern an dem berühmten Strand hingegen abgesagt. Ein grosses Polizeiaufgebot soll in der Silvesternacht die Sicherheit gewährleisten. Speziell im Hafenviertel werden mehr als eine Million Schaulustige und Touristen aus aller Welt erwartet, die sich schon seit dem Morgen die besten Plätze sicherten.

In Erinnerung an die Terroropfer wird den Veranstaltern zufolge schon vor Mitternacht die Harbour Bridge während einer Schweigeminute in weisses Licht gehüllt.

12.20: Um 11.00 Uhr Schweizer Zeit begrüssten die etwa 7300 Einwohner von Kiritimati – einem Atoll der Inselrepublik Kiribati – das neue Jahr. Nur 15 Minuten später ging es weiter auf den zu Neuseeland gehörenden Chatham Islands.

Bevor dann um 12.00 Uhr Schweizer Zeit Neuseeland selbst den Jahreswechsel mit einem grossen Feuerwerk am Sky Tower in der grössten Stadt Auckland feierte. Auch Tonga und Samoa starteten schon in 2026.

11:27: In der australischen Stadt Sydney versammeln sich die Menschen bereits, um sich den besten Platz zu sichern, um Mitternacht das Feuerwerk zu schauen.

Sydney
In Sydney bereitet man sich auf die grosse Silvester-Sause vor. - keystone

Die Stadt Sydney organisiert jährlich ein grosses Feuerwerk zu Neujahr. Um 14:00 Uhr Schweizer Zeit startet die australische Metropole ins neue Jahr.

11:00: Mit Kiribati startet das erste Land ins Jahr 2026. Die Inselrepublik liegt im zentralen Pazifik und feiert jeweils als erstes Neujahr.

Kommentare

User #5037 (nicht angemeldet)

Wahn-sinn was da alles so abging in nur einer Nacht🙄…….und ich habe so fest geschlafen wie ein Murmeltierli🫤

Ungeimpfte Leerdenker

Mein Nickname beschreibt #3422 perfekt. Er muss so einer sein sonst würde er mir nicht antworten. 🤪😂🤣

Weiterlesen

Brand
Postauto-Brand
as
33 Interaktionen
Busbrand

MEHR IN NEWS

1 Interaktionen
Bern
elefant
1 Interaktionen
Nachts eingedrungen
Flughafen Zürich
Zürich
1 Interaktionen
Münchenstein BL

MEHR SILVESTER

5 Interaktionen
Appenzell
Feuerwerk Boden
2 Interaktionen
Politik
a
12 Interaktionen
Bandscheiben-OP
Rakete Feuerwerk
42 Interaktionen
Eine Festnahme

MEHR AUS DEUTSCHLAND

champions league
7 Interaktionen
Champions League
BER
7 Interaktionen
Wegen Flugobjekt
dax
Aktien unter Druck
-
Schlaflose Nächte