Anwalt reicht für Brandopfer Entschädigungsforderung in Paris ein

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Crans-Montana,

Der Walliser Anwalt Sébastian Fanti hat im Namen einer bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS schwer verletzten jungen Französin bei einem Gericht in Paris einen Antrag auf Entschädigung gestellt. Er will damit alle rechtlichen Mittel ausschöpfen.

Der Walliser Rechtsanwalt Sébastien Fanti hat in Paris eine Entschädigung für eines von ihm vertretenen Opfers der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS gestellt. (Archivbild)
Der Walliser Rechtsanwalt Sébastien Fanti hat in Paris eine Entschädigung für eines von ihm vertretenen Opfers der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS gestellt. (Archivbild) - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Der Antrag wurde bei der Entschädigungskommission für Opfer von Straftaten (CIVI) in Paris gestellt, wie Fanti am Montagabend mitteilte. Die Walliser Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA den Eingang der Strafanzeige. Zur Höhe der geforderten Entschädigung machte Fanti keine Angaben.

Der Antrag stehe im Zusammenhang mit der am 1. April 2026 bei der Walliser Staatsanwaltschaft eingereichten Strafanzeige, präzisierte der Anwalt weiter. Er vertritt eine 26-jährige Französin, die bei der Brandkatastrophe Verbrennungen zweiten und dritten Grades erlitten hatte. Die Verbrennungen würden 58,5 Prozent ihres Körpers betreffen. Die Frau leide auch unter einem schweren psychischen Trauma und könne derzeit ihre Hände nicht mehr benutzen.

Die beantragte Entschädigung erfolge angesichts der aussergewöhnlichen Schwere der körperlichen Schäden sowie der ästhetischen, funktionellen und psychologischen Beeinträchtigungen. Seine Mandantin sei auch nicht mehr fähig, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen.

Mit seiner Intervention in Paris will Fanti laut eigenen Angaben sämtliche rechtlichen Möglichkeiten in der Schweiz und in Frankreich ausschöpfen. Seine Mandantin solle so rasch wie möglich die notwendigen Mitteil erhalten, um ihr Leben wieder neu aufzubauen. Allerdings könne kein Geld das wieder gutmachen, was sie durchgemacht habe.

Die Anfang April bei der Walliser Staatsanwaltschaft eingereichte Strafanzeige umfasst die Straftatbestände der fahrlässigen Brandstiftung, der fahrlässigen schweren Körperverletzung sowie Verstössen gegen die Bauregeln. Im Visier der Justiz sind insgesamt 13 Beschuldigte, darunter die Betreiber der Bar «Le Constellation», Jessica und Jacques Moretti. Beim Brand in der Silvesternacht waren 41 zumeist junge Menschen ums Leben gekommen und über hundert verletzt worden.

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Kommentare

User #2856 (nicht angemeldet)

Schlussendlich werden die Schweizer Steuerzahlenden die Kosten für Entschädigungen übernehmen müssen. Vielleicht sollte man die Mehrwertsteuer vorsorglich erhöhen.

User #3407 (nicht angemeldet)

Hauptsache der Anwalt kriegt viel. Je mehr Anwälte damit beschäftigt sind, desto weniger bekommen die Opfer

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