Die Entwaldung im brasilianischen Amazonas nimmt weiter zu. Innerhalb eines Jahres wurden 13'235 Quadratkilometer Amazonas vernichtet.
Entwaldung
Die Entwaldung im Amazonasgebiet schreitet voran. - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • In Brasilien wurden binnen eines Jahres 13'235 Quadratkilometer Amazonas vernichtet.
  • Dies sind 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und ein Rekordwert.
  • Der Amazonas gilt als «grüne Lunge der Erde».

Die Zerstörung des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes hat weiter dramatisch zugenommen. Dies teilte die brasilianische Weltraumbehörde Inpe am Donnerstag unter Berufung auf Satellitenbilder mit. Innerhalb eines Jahres wurde so viel Regenwald vernichtet wie zuletzt vor 15 Jahren.

Seit August des vergangenen Jahres wurden rund 13'235 Quadratkilometer Regenwald zerstört. Das waren fast 22 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, als ebenfalls ein Rekordwert verzeichnet wurde.

Entwaldung nimmt stark zu

Der Amazonas-Regenwald ist für den Klimaschutz von zentraler Bedeutung – er gilt als «grüne Lunge» der Erde. Unter dem ultrarechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro hat die Vernichtung des Regenwaldes jedoch dramatisch zugenommen. Seit seinem Amtsantritt wurde nun zum dritten Mal in Folge eine Zunahme bei der Abholzung verzeichnet.

bolsonaro
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro - AFP/Archiv

Umwelt- und Klimaschützer machen dafür direkt die Politik Bolsonaros verantwortlich, dem sie eine Begünstigung illegaler Rodungen vorwerfen. Bolsonaro hatte schon im Wahlkampf angekündigt, das Amazonas-Gebiet stärker wirtschaftlich zu erschliessen. Damit öffnete er immer wieder Schutzgebiete für Landwirtschaft und Bergbau.

Kampf gegen Umweltkriminalität

Brasiliens Umweltminister Joaquim Leite räumte am Donnerstag ein, die neuen Zahlen stellten «eine Herausforderung» dar. Er kündigte zugleich einen entschiedeneren Kampf gegen Umweltkriminalität an.

Auf der Weltklimakonferenz in Glasgow hatten sich mehr als hundert Staaten verpflichtet, die Entwaldung bis zum Jahr 2030 zu stoppen. Darunter auch Brasilien.

Mehr zum Thema:

Wahlkampf Umwelt Erde