Zirkus Knie

Einst Hauptattraktion: Elefanten beim Circus Knie in Rapperswil SG

Keystone-SDA
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Rapperswil-Jona,

Lange Zeit waren Elefanten neben anderen Wildtieren eine Attraktion in den Vorstellungen des Circus Knie. Im historischen Bild ist Rolf Knie senior mit mehreren Elefanten in der Manege in Rapperswil SG zu sehen.

Circus Knie
Einst Hauptattraktion: Elefanten beim Circus Knie in Rapperswil SG - keystone

Tiger, Löwen, Giraffen: Exotische Tiere waren in früheren Zeiten Publikumsmagnete im Zirkus, so auch beim Schweizer National-Circus Knie.

Die Elefanten waren die Welt von Rolf Knie senior. Bereits in den 1930er-Jahren lernte er von einem tschechischen Tierlehrer, 1956 führte Knie im Zirkus zum ersten Mal sieben afrikanische Elefanten in der Manege vor.

Auf dem Bild aus dem Keystone/Photopress-Archiv führt Rolf Knie senior 1945 an der Hauptprobe in der Manege am Hauptsitz in Rapperswil eine Elefanten-Nummer auf.

Die Tiere gehörten zum festen Programm der Knie-Tourneen. «Die Hausnummern zeichnen sich durch eine grosse Vielfalt an Tieren aus», heisst es etwa in einer SDA-Meldung vom 16. März 1986 zur Premiere der Tournee. «Ein Zwölferzug Lipizzanerhengste auf spanisch, orientalische Voltigenreiterei, Tiger, Elefanten und, nach langer Abwesenheit, wieder die 'ungarische Post'», seien zu sehen.

Von den Elefanten gab es auch immer wieder sonst zu berichten: von «Elefanten-Hochzeiten» und in der Folge auch Elefantennachwuchs oder von einem Elefanten namens Sabu, der sich beim Spielen verletzte und Jahre später nach einem Bad im See ausbüxte.

Der Zeitgeist wandelte sich allerdings. Im März 2007 demonstrierten 130 Personen in Rapperswil für einen «Zirkus ohne Tiere». Die bewilligte Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle und löste sich nach einer Stunde wieder auf, die kritischere Haltung der Öffentlichkeit Tieren im Zirkus gegenüber blieb.

Seit 2015 sind in den Vorstellungen beim Circus Knie keine Elefanten mehr zu sehen. Der Zirkus dementierte zwar, der Schritt habe etwas mit der Kritik an der Elefantenhaltung zu tun.

Ein Bruch mit der fast 100-jährigen Familientradition der Knies war es dennoch. Oder wie es ein Familienmitglied gegenüber der SDA formulierte: «Die Elefanten gehören irgendwie zur Familie.» Ganz verabschiedeten sich die Knies dann auch nicht von den Tieren: Heute leben asiatische Elefanten in Knies Kinderzoo in Rapperswil-Jona.

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Kommentare

User #6346 (nicht angemeldet)

Tierquälerei sieht anders aus. Die diversen Schosshündchen, die leider nicht mehr als Hund leben dürfen. Mit Mäntelchen und auch nie auf Naturboden laufen dürfen. Mir graut schon vor dem Sommer! Die Hunde müssen überall mit, und das bei jeder Hitze. Kein Einziger/Einzige denkt an die Hundepfoten auf dem heissen Teer vom dem Gehsteig. Aber da sieht ja keiner hin.

User #4318 (nicht angemeldet)

Tierquälerei pur! Grelles Scheinwerferlicht und laute Musik, horror für Elefanten. Zum Glück abgeschafft.

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