Trump: Iran-Vereinbarung soll morgen unterzeichnet werden

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Bern,

Die USA und der Iran stehen vor einem Friedensabkommen – Pakistan bestätigt einen abgestimmten Text. Innert der nächsten 24 Stunden soll unterschrieben werden.

ARCHIV - Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. Foto: Altaf Qadri/AP/dpa
ARCHIV - Öltanker und Frachtschiffe reihen sich in der Straße von Hormus auf. Foto: Altaf Qadri/AP/dpa - Keystone/AP/Altaf Qadri

Das Wichtigste in Kürze

  • Pakistans Premier bestätigt einen finalen, abgestimmten Text des Friedensabkommens.
  • Es sieht die Öffnung der Hormus-Strasse und den Rückbau des iranischen Atomprogramms vor.
  • Innerhalb von 24 Stunden sei mit einer Unterschrift zu rechnen, heiss es nun.

Im Krieg zwischen den USA und dem Iran zeichnet sich eine diplomatische Wende ab: Nach Angaben Pakistans liegt ein finaler Text für ein Friedensabkommen vor.

Die elektronische Unterzeichnung könnte bereits in den nächsten 24 Stunden erfolgen.

Auch die Schweiz spielt dabei eine Rolle: Sie hat sich als möglicher Ort für die Unterzeichnung einer Absichtserklärung angeboten – im Raum steht Genf, am Rand des G7-Gipfels im nahen Evian.

Die wichtigsten Updates gibt es im Ticker.

USA wollen bei G7-Gipfel über weitere Iran-Schritte sprechen

19.24: US-Präsident Donald Trump will beim G7-Gipfel nach US-Angaben über das weitere Vorgehen rund um ein Rahmenabkommen im Iran-Krieg sprechen.

Dabei könnte es auch um eine Beteiligung bei der Minenräumung in der Strasse von Hormus gehen.

Ein hochrangiger US-Regierungsbeamter sagte vorab, G7-Länder hätten erklärt, es gebe einiges, was sie tun könnten, sobald ein Rahmenabkommen steht. Er sprach die Minenräumung in der für den Ölhandel wichtigen Meerenge an.

Die USA hätten in dem Bereich Möglichkeiten, aber auch einige der G7-Länder verfügten über erhebliche Kapazitäten, die sie freiwillig zur Verfügung stellen wollten, ergänzte er.

Strasse von Hormus
Bei den Gesprächen am G7-Gipfel könnte es auch um eine Beteiligung bei der Minenräumung in der Strasse von Hormus gehen. - keystone

Unter Führung von Frankreich und Grossbritannien ist eine neutrale Marine-Mission in der Strasse von Hormus in Vorbereitung.

Mehr als 40 Länder haben ihre Unterstützung zugesichert, darunter Deutschland. Dabei geht es auch um Minenräumung.

Trump will den Angaben des Regierungsbeamten zufolge den G7-Gipfel zudem für bilaterale Gespräche mit Vertretern von Ägypten, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten nutzen.

Trump: Iran-Vereinbarung soll morgen unterzeichnet werden

19.04: In den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs ist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump für diesen Sonntag die Unterzeichnung einer Vereinbarung geplant.

Unmittelbar danach solle die Strasse von Hormus wieder geöffnet werden, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Iran: Noch nie so nah an einer Einigung

18.47: Der iranische Aussenamtssprecher Esmail Baghai sieht die Möglichkeit einer ersten Übereinkunft über ein Rahmenabkommen mit den USA in den kommenden Tagen.

«Wir waren noch nie so nah an einer Einigung, und es ist daher sehr wahrscheinlich, dass die Absichtserklärung in den kommenden Tagen finalisiert wird», sagte Baghai laut der iranischen Nachrichtenagentur Irna.

Gleichzeitig wies Baghai Berichte über eine bevorstehende Reise iranischer Offizieller nach Genf oder Islamabad zurück. «In den nächsten ein bis zwei Tagen ist keine Reise geplant», sagte er demnach weiter.

Iran plant Chameneis Beisetzung am 9. Juli

15.54: Mehr als hundert Tage nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei soll nun während des islamischen Trauermonats Muharram das Begräbnis stattfinden.

Die offizielle Beisetzung des getöteten religiösen und politischen Oberhaupts ist für den 9. Juli in Chameneis Geburtsstadt Maschhad im Nordosten Irans geplant – neben dem Mausoleum von Resa, dem achten schiitischen Imam.

Ali Chamenei
Ajatollah Ali Chamenei war der oberste Führer und Religionsführer der Islamischen Republik, der das Land von 1989 bis zu seinem Tod führte. - keystone

Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sollen jedoch bereits am 4. und 5. Juli Millionen Menschen in der Hauptstadt Teheran sowie am 6. Juli in der schiitischen Pilgerstadt Ghom Abschied von dem Ajatollah nehmen.

Chamenei wurde Ende Februar 2026 bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet. Er wurde 86 Jahre alt.

CNN-Bericht: USA standen kurz vor Bodenoffensive

14.40: Die USA standen laut CNN im Mai offenbar kurz davor, Bodentruppen im Iran einzusetzen.

Ziel einer möglichen Mission war es, hochangereichertes Uran gewaltsam zu sichern. Dieses Material gilt als Schlüsselkomponente für den Bau einer Atomwaffe.

Nach Angaben mehrerer Insider musste US-Generalstabschef Dan Caine dafür eilig von Brüssel nach Tampa in Florida reisen.

Dort wurde er im Hauptquartier des US Central Command über die Einsatzpläne informiert. Anschliessend soll er Präsident Donald Trump die Optionen vorgestellt haben.

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Trump soll die Bodenmission wegen Warnungen vor schweren iranischen Vergeltungsschlägen gestoppt haben. - keystone

Trump stoppte die Bodenmission laut CNN vorerst. Grund waren Warnungen vor schweren iranischen Vergeltungsschlägen und möglichen hohen Verlusten unter US-Soldaten.

Ein Einsatz wäre militärisch äusserst schwierig gewesen. Das Uran soll in unterirdischen Anlagen und Tunneln lagern. Für die Sicherung wären Hunderte Spezialkräfte nötig gewesen.

Eine mit den Plänen vertraute Person sagte CNN: «Wir müssten eine massive Präsenz aufbauen. Im Grunde müssten wir einmarschieren.»

Bemerkenswert ist, dass die Planung offenbar parallel zu Friedensverhandlungen mit Iran lief. Eine Quelle sagte CNN, der Einsatz berge «viele Risiken». Deshalb sei es nicht überraschend, dass Trump kein grünes Licht gegeben habe.

Auch Iran soll laut CNN einen Gegenschlag vorbereitet haben. Falls die Verhandlungen scheitern und der Krieg wieder aufflammt, könnten die mit Teheran verbündeten Huthis die Meerenge Bab al-Mandab blockieren. Das würde die Ölkrise weiter verschärfen.

Pakistan: Iran-Deal voraussichtlich innerhalb von 24 Stunden

13.56: Die USA und der Iran stehen nach übereinstimmender Darstellung beider Seiten sowie des Vermittlers Pakistans kurz vor einem Abkommen zur Beendigung des Kriegs.

«Wir können bestätigen, dass ein endgültiger, von allen Seiten abgestimmter Text des Friedensabkommens erreicht wurde», schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X.

Kommt es tatsächlich zu einem Friedens-Deal?

Nun doppelt Sharif nach und schreibt auf X, dass mit der «Finalisierung voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden zu rechnen ist.»

Pakistan bereite sich deshalb «auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens unmittelbar danach vor», so Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X.

Auch bereite man sich auf Gespräche auf technischer Ebene in der kommenden Woche vor.

«Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor», erklärte Sharif. «Wir sind zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird.»

Trump soll an Genfersee kommen

Im Raum steht, dass das Abkommen zur Beendigung des Kriegs in Genf unterzeichnet werden könnte – am Rand des G7-Gipfels, der am Montag im nahen Evian (F) beginnt und zu dem auch US-Präsident Donald Trump erwartet wird.

Die Schweiz hat sich jedenfalls als Ort für die Unterzeichnung einer Absichtserklärung angeboten. Dies, sofern sich beide Seiten darauf einigen sollten, hatte das Aussendepartement in Bern am Freitagabend der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage mitgeteilt.

Die Schweiz stehe mit beiden Ländern in engem Kontakt. Bundesrat Ignazio Cassis hatte am Freitag zudem ein Gespräch mit seinem pakistanischen Amtskollegen, Aussenminister Mohammad Ishaq Dar, geführt. Die Schweiz vertritt seit 1980 die US-amerikanischen Interessen im Iran.

Kommentare

User #2092 (nicht angemeldet)

Wers glaubt ! Trump und seine Fasccho-politik ........

User #4180 (nicht angemeldet)

fantastisch, der Deal steht, also wenn doch nicht morgen, dann gleich danach, oder etwas später, hinterher

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