Nach dem Fährunglück in Bangladesch mit mindestens 39 Toten suchen Rettungskräfte noch immer nach Dutzenden Vermissten. Mindestens 29 Passagiere werden weiter vermisst, wie Zohar Ali von der örtlichen Verwaltung am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte. «Wir sind nicht sicher, ob sie noch am Leben sind.» Die Liste der Vermissten wurde mit Hilfe der Angaben von Angehörigen erstellt.
Bangladesh Ferry Fire
Nach dem Fährunglück in Bangladesch mit mindestens 39 Toten suchen Rettungskräfte noch immer nach Dutzenden Vermissten. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Freitagmorgen war auf dem mehrstöckigen Boot mit rund 800 Menschen an Bord plötzlich ein Feuer ausgebrochen.

Das Unglück ereignete sich mitten auf dem Fluss Sugandha rund 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Dhaka.

23 der Toten konnten zunächst nicht identifiziert werden. Örtliche Behörden setzten sie nach der Entnahme von DNA-Proben bei. Die weiteren Opfer seien an ihre Familien übergeben worden, hiess es. Fernsehaufnahmen zeigten, wie mehrere Hundert Menschen am Ufer des Flusses auf Neuigkeiten bezüglich der Vermissten warteten.

Ersten Ermittlungen zufolge hatten mangelnde Sicherheitsstandards auf dem Boot und eine beschädigte Ausrüstung zur Brandbekämpfung zur hohen Opferzahl geführt. Die Brandursache blieb zunächst weiter unklar.

Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers vom Freitag entstand der Brand vermutlich im Maschinenraum und breitete sich danach rasch auf dem ganzen Boot aus. Etliche Menschen seien ins Wasser gesprungen und einige dabei ertrunken. Helfer suchten im Wasser nach den Vermissten.

Tödliche Unglücke auf oft voll besetzten Booten kommen auf den Flüssen des 170-Millionen-Einwohner-Lands immer wieder vor. Schuld daran sind laut Experten hauptsächlich schlechte Sicherheitsstandards.

Mehr zum Thema:

Wasser