Drogenring mit Schweizer Beteiligung zerschlagen

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Bei einer koordinierte Behördenaktion ist ein internationaler Drogenring zerschlagen worden. Auch die Schweiz war an der Aktion beteiligt. Hierzulande wurde eine Person festgenommen.

Drogenring gesprengt
Drogenring mit Schweizer Beteiligung zerschlagen - Luzerner Polizei

Die internationale Organisation handelte zwischen der Schweiz, Spanien, Nordeuropa und Italien mit Drogen. Beteiligt an der Operation waren unter der Koordination von Eurojust, der EU-Agentur für justizielle Zusammenarbeit in Strafsachen, die Bezirksdirektion zur Bekämpfung der Mafia in Ancona sowie die Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) und die nationale Anti-Mafia-Staatsanwaltschaft Italiens.

Die BA bestätigte Keystone-SDA am Samstag, dass das Bundesamt für Polizei (Fedpol) am 15. Januar im Auftrag der BA und in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Tessin und dem Bundesamt für Zoll und Grenzsicherung (BAZG) mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt habe. Im Rahmen dieser Operation sei eine Person festgenommen worden.

Diese Operation fand im Rahmen eines derzeit laufenden Strafverfahrens der BA gegen mehrere natürliche Personen wegen Beteiligung an und/oder Unterstützung einer kriminellen Organisation, schwerem Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz und schwerer Geldwäscherei statt, wie es weiter hiess. Zuerst hatten italienische Nachrichtenagenturen über den Fall berichtet.

Die Bundesanwaltschaft habe zudem das Bundesamt für Justiz (BJ) als internationale Rechtshilfebehörde in Strafsachen gebeten, mehrere Haftbefehle zum Zwecke der Auslieferung auf italienischem Staatsgebiet zu beantragen.

Die Behörden-Aktionen fanden in Civitanova Marche (Macerata), Fermo, Porto San Giorgio (Fermo), Mailand, Treviso, Bari sowie in der Schweiz und Dänemark statt. Laut der italienischen achrichtenagentur Ansa wurden dort Wohnungen von Verdächtigen durchsucht und als Tarnung genutzte Gewerbebetriebe beschlagnahmt.

Nach Angaben der Ermittler handelte die Organisation mit Kokain, Marihuana und Haschisch. Die Drogen wurden in Spanien (Haschisch) und Nordeuropa (Kokain) gekauft, von Kurieren nach Italien transportiert und dort weiterverkauft.

Kommentare

User #7906 (nicht angemeldet)

kein Staat will legalieren. Es ist lukrativer Vermögen abzuschöpfen.

User #6239 (nicht angemeldet)

Leider leider wird das nichts ändern. Denn das ist ein Kampf gegen Windmühlen.

Weiterlesen

Klimawurst
230 Interaktionen
«Klimawurst»
Ostern
38 Interaktionen
Expertin erklärt

MEHR AUS STADT BERN

Aline Trede
70 Interaktionen
«Weil ich grün bin»
Berner Sauerteig-Bäckerei
6 Interaktionen
Nordquartier
1 Interaktionen
«Frivol»?
Weichmacher
30 Interaktionen
China-Plastik