Drei Haiattacken in nur zwei Tagen in Sydney

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Australien,

Nach mehreren Haiangriffen innerhalb kurzer Zeit wächst in Sydney die Sorge an den Stränden. Innerhalb von nur zwei Tagen kam es rund um die Metropole an der Ostküste Australiens bereits zu drei Attacken.

Hai
In Sydney ist es in den letzten Tagen zu mehreren Haiattacken gekommen. - keystone

Am frühen Abend (Ortszeit) wurde ein Mann am bekannten Manly Beach angegriffen und schwer an einem Bein verletzt, wie die Zeitung «Sydney Morning Herald» unter Berufung auf die Einsatzkräfte berichtete.

Er wurde zunächst am Ufer von Notärzten versorgt. Mehrere Krankenwagen und ein Helikopter waren im Einsatz. Den Angaben zufolge ist das Opfer in kritischem Zustand.

Wenige Stunden zuvor hatte ein mutmasslicher Hai einen Elfjährigen ganz in der Nähe am Dee Why Beach von seinem Surfbrett gestossen. Während das Kind wie durch ein Wunder unverletzt entkommen konnte, biss der Raubfisch ein grosses Stück aus dem Board.

«Ich war auf dem Surfbrett, als der Hai auftauchte und zubiss. Ich wurde vom Brett gerissen», erzählte der Junge der Zeitung «Manly Observer». «Einer der anderen Jungs kam zu mir und half mir, schnell wieder ans Ufer zu kommen.» Augenzeugen glauben, dass ein Bullenhai verantwortlich war.

Erst am Sonntag war ein Zwölfjähriger nahe dem Strandabschnitt Shark Beach im Osten von Sydney von einem Hai gebissen und an beiden Beinen schwer verletzt worden. Der Junge kämpfe in einem Kinderkrankenhaus weiter um sein Leben, berichtete der Sender 9News. Die Behörden gehen Berichten zufolge davon aus, dass es sich ebenfalls um einen Bullenhai gehandelt haben könnte. Die meisten Strände in der Region wurden vorübergehend gesperrt.

Experten zufolge nimmt die Aktivität von Bullenhaien in den wärmeren Monaten vor der Küste Sydneys zu. In Australien ist gerade Sommer. Durch den Klimawandel verlängert sich zudem die Zeit, in der Schwimmer und Surfer einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, da steigende Wassertemperaturen die Tiere länger in Küstennähe halten. Als mögliche weitere Faktoren gelten starke Regenfälle, die das Wasser trüben und ideale Jagdbedingungen für Bullenhaie schaffen.

Nach offiziellen Daten aus dem Jahr 2025 kam es in Australien in den vergangenen zehn Jahren durchschnittlich zu rund 20 Hai-Zwischenfällen pro Jahr mit Verletzten. Im Schnitt wurden dabei jährlich 2,8 Todesfälle registriert. Erst im November war eine Schweizerin ebenfalls an der australischen Ostküste wahrscheinlich von einem Bullenhai tödlich verletzt worden. Im September starb ein Surfer in einem Vorort von Sydney bei einem Angriff. Für den Menschen sind vor allem drei in der Region heimische Arten gefährlich: Tigerhaie, Bullenhaie und Weisse Haie.

Kommentare

User #4210 (nicht angemeldet)

Man sollte Haie weder idealisieren noch verteufeln, sondern sie als das erkennen was sie sind. Raubfische, deren Heimat die Ozeane, Weltmeere sind. Sie waren vor uns da, demnach haben wir Menschen kein Recht sie abzuschlachten. Ohne Haie würde der Meereszyklus enorm zerstört, was wiederum Auswirkungen auf uns Menschen hätte. Einige Haie sind ohne Zweifel für uns Menschen gefährlich, Tiger, Bullen und weisse Haie und ein Angriff dieser Riesen muss der schlimmste Alptraum jedes Schwimmers sein.ich störe mich sehr an oft gelesenen Aussagen wie: Angriffe höchst selten. Für Opferfamilien ist es ein Mal zu viel, sie verloren einen geliebten Menschen. So als würde man über Brandkatastrophen sagen: „Es geschieht selten!“ Wer sich in Australien, Florida Südafrika begibt ,wo solche potentiell gefährlichen Haie leben,unbedingt alle Hai Warnungen ernst nehmen, niemals bei Dämmerung oder früh morgens im Alleinschwimmen unterwegs sein… nicht in unbekannten Gewässern schwimmen. Lieber vorsichtiger sein dafür sicherer unterwegs. Wenn alles nichts nützt, ist es sehr sehr tragisch und in meinen Aufen IMMER einmal zu viel wenn ein Mensch durch eine Haiattacke stirbt.

User #4891 (nicht angemeldet)

Die Haie sind unschuldig. Sie waren zuerst da. Jetzt leiden sie unter der Stress wegen der vielen Menschen. Lasst sie leben und verlasst die Strände. Diese gehören den Haien. Ebenso gut, wie die Schweizer Berggebiete dem Wolf gehören sollen.

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