Biologen warnen vor «Superspreader» in Strasse von Hormus

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Iran,

    Forscher warnen, dass sich an den stillstehenden Schiffen vor der Strasse von Hormus Mikroorganismen ansiedeln. Es könnte zu einem Superspreader-Event kommen.

    hormus
    Hunderte Frachter stehen wegen der Blockade der Strasse von Hormus fest. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Experten warnen, dass die Blockade der Strasse von Hormus ein «Superspreader»-Event werden könnte.
    • An den stillstehenden Schiffen vermehren sich Mikroorganismen, Algen und wirbellose Tiere.
    • Wenn die Schifffahrt wieder losgeht, können die Frachter die Arten weiterverbreiten.

    Seit Monaten liegen Hunderte Schiffe im Persischen Golf und im Golf von Oman vor Anker. Wegen der Sperre der Strasse von Hormus können sie nicht weiterfahren. Biologen warnen nun in einer Studie davor, dass sich das zu einem «Superspreader»-Event entwickeln könnte.

    An den stillstehenden Schiffen kommt es zu Biofouling: Unzählige Mikroorganismen, Algen und wirbellose Tiere siedeln an den Rümpfen an. Während sich die Schiffe nicht bewegen, und wegen der sommerlichen Bedingungen können sie sich sehr gut vermehren.

    Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation stuft Liegezeiten von mehr als 30 Tagen wegen Biofoulings als problematisch ein. Viele Schiffe stehen seit Monaten still. Eine erwachsene Seepocke Amphibalanus improvisus beispielsweise kann an einem Tag bis zu 36 Millionen Larven freisetzen.

    Die aktuelle Lage ist laut den Forschenden aus verschiedenen Gründen ein Problem: Einerseits können sich die Mikroorganismen während langer Zeit ungestört verbreiten.

    Andererseits liegen Schiffe aus unterschiedlichen Weltregionen nahe beieinander. Dadurch ist es möglich, dass Arten von einem Schiff zum nächsten gelangen und sich auch dort ansiedeln.

    Forschende fordern Massnahmen

    Sobald die Schifffahrt wieder den normalen Betrieb aufnimmt, verteilen sich die Frachter in alle Weltregionen. Dadurch ist es möglich, dass sie fremde und invasive Arten einschleppen. Diese wiederum können einheimische Arten gefährden und bestehende Ökosysteme verändern.

    Bereitet dir die Lage im Nahen Osten Sorgen?

    Laut der Studie sind vor allem Häfen im Nahen Osten und in Asien betroffen. Auch Piräus in Griechenland, Algeciras in Spanien oder Rotterdam werden als Risikostandorte genannt.

    Die Forschenden schlagen Massnahmen vor, um die Verbreitung invasiver Arten zu verhindern. So sollen die Schiffsrümpfe gereinigt und kontrolliert sowie die wichtigsten Häfen stärker überwacht werden.

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    Kommentare

    User #3598 (nicht angemeldet)

    Bei jeder Beleidigung durch die Zense könnte es eine Flutwelle geben.

    User #1843 (nicht angemeldet)

    Heute Morgen haat ess mmein Kommentar verschluckkt. Weil Daueernd diie Meldung kaam, sooll die App geschlossen werden. Daher nochmal : Dieese Veränderung deer Umweelt mittels neuen Arteen im Meerwaasser iist ddas geringste Übeel. Viiel Schlimmer siind ddie Abgebraannten Frachter diee ees wöcheentlich gibtt. Daabei werden soo vieele Schaddstoffe freigesetzt das diies bbald ein tootes uund nichtt lebendigees Gewässer seiin wirdd. Mit sooviel Leiid fürr die Meeressäuger wiie Delphinee, Fische, Schildkröten undd auch WWale. HHört eendlich aauf miit ddem Kriegsspielen. EEure Kinder undd EEnkelkinder werden ees Euch Danken !

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