Eine deutsche Journalistin wurde im Irak wegen Vorwürfen der Terrorunterstützung verhaftet. Die Botschaft hat inzwischen Kontakt zu der Frau.
Irak
Ein Soldat im Irak. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine deutsche Journalistin wurde von der irakischen Armee festgenommen.
  • Gegen die Frau wurde der Vorwurf der Terrorunterstützung erhoben.
  • Am Donnerstag fand ein Gespräch mit der Botschaft statt.

Nach der Festnahme einer deutschen Journalistin im Irak steht die zuständige deutsche Botschaft inzwischen in Kontakt zu der Frau. Das bestätigte das Auswärtige Amt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

Das kurdische Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit Civaka Azad hatte zuvor mitgeteilt, dass es am Donnerstag erstmals ein Gespräch zwischen der Journalistin und einer Botschaftsmitarbeiterin vor Ort gegeben habe. Das Auswärtige Amt wollte keine näheren Angaben zum Zeitpunkt und zur Häufigkeit der konsularischen Betreuung der Deutschen machen.

Vorwurf der Terrorunterstützung

Die Frau sei in einer Einzelzelle im Hauptquartier des Irakischen Geheimdienstes untergebracht, berichtete Civaka Azad weiter.

Demnach wurde gegen sie der Vorwurf der Terrorunterstützung erhoben. Bis zum Gespräch mit der Botschaft habe sie sich in einem Hungerstreik befunden. Das Auswärtige Amt wollte keine näheren Angaben zu dem Fall machen.

Die irakische Armee hatte die Festnahme der Deutschen in der jesidischen Stadt Shingal vergangenen Samstag bestätigt. Laut Civaka Azad wurde die Journalistin dort zusammen mit einem europäischen Kollegen bereits am 20. April festgenommen. Die deutsche Botschaft teilte daraufhin mit, sich um konsularischen Zugang zu der Betroffenen zu bemühen.

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