China gelingt Raketenlandung auf Beinen
Zum ersten Mal ist in China eine Raketenstufe nach einem Orbitalstart senkrecht auf Landebeinen gelandet. Die Stufe gehörte zur «Zhuque-3», die vom privaten chinesischen Raumfahrtunternehmen Landspace entwickelt wurde. Bei einem Orbitalstart erreicht die Rakete eine Umlaufbahn um die Erde.

Die Rakete startete am Mittwoch von der kommerziellen Raumfahrt-Testzone Dongfeng im Nordwesten Chinas. Der gesamte Flug sei normal verlaufen und die Testmission erfolgreich gewesen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die erste Stufe sei am vorgesehenen Ort im Bergungsgebiet gelandet. Auch ein Satellit sei in die vorgesehene Erdumlaufbahn gebracht worden.
Es war der zweite Landeversuch der «Zhuque-3» nach einem Orbitalstart. Beim ersten Flug im Dezember 2025 erreichte die zweite Stufe ebenfalls die vorgesehene Umlaufbahn. Die erste Stufe schaffte jedoch keine weiche Landung. Ihre Trümmer gingen am Rand des Landeplatzes nieder.
China hatte bereits im Juli erstmals eine Raketenstufe nach einem Orbitalstart geborgen. Damals wurde die erste Stufe einer staatlich entwickelten Rakete vom Typ «Langer Marsch 10B» von einem Netz auf einer schwimmenden Plattform im Meer aufgefangen. Die erste Stufe der «Zhuque-3» landete dagegen aus eigener Kraft an Land und setzte dabei auf Landebeinen auf, wie man es von der «Falcon 9» des US-Unternehmens SpaceX kennt.
Wiederverwendbare Raketen können die Kosten senken und häufigere Starts ermöglichen. SpaceX landet und verwendet seine Raketenstufen bereits seit Jahren regelmässig.
China versucht, bei dieser Technik zu den USA aufzuschliessen. Neben den grossen staatlichen Raumfahrtkonzernen arbeiten inzwischen mehrere private Unternehmen an eigenen Raketen. Die neuen Raketen sollen China auch dabei helfen, Tausende Satelliten für eigene Internetnetzwerke ins All zu bringen. Die erfolgreiche Landung ist dafür ein wichtiger Schritt. Ob sich die Stufe tatsächlich wiederverwenden lässt, muss sich bei weiteren Flügen zeigen.










