Iran: Behauptung zu angeblichen Atomwaffenplänen ist Lüge

    Keystone-SDA
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    Der Iran hat abermals Vorwürfe gegen das umstrittene Atomprogramm des Landes zurückgewiesen. «Die Behauptung, der Iran sei nur noch wenige Wochen vom Erwerb einer Atomwaffe entfernt, ist dieselbe Lüge, die bereits vor 25 Jahren aufgestellt wurde».

    Iran Flagge
    Die iranische Flagge. - keystone

    Das sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, General Hussein Mohebi, laut der Nachrichtenagentur Tasnim. Er warf den USA vor, die eigene Bevölkerung zu täuschen. Wäre der Iran zu Beginn der Jahrtausendwende tatsächlich nur wenige Wochen von einer Atombombe entfernt gewesen, so hätte man sie längst gebaut, sagte Mohebi weiter. «Heute sehen wir, dass diese Behauptung eine grosse Lüge ist.»

    Das umstrittene iranische Atomprogramm war nach offizieller Darstellung ein Grund dafür, warum Israel und die USA den Iran seit dem vergangenen Jahr bombardiert hatten. Israel, das selbst über Atomwaffen verfügt, sieht sich durch das Nuklearprogramm in seiner Existenz bedroht. Internationalen Atominspektoren bereitete vor allem das fast waffenfähige, hochangereicherte Uran Sorgen. Der Iran beteuert hingegen, nicht nach Kernwaffen zu streben.

    Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte Teheran Inspektionen sensibler Atomanlagen untersagt. Der Verbleib der rund 400 Kilogramm Uran ist unklar. Einige Politiker des erzkonservativen Flügels im Iran fordern inzwischen eine Debatte über den Bau einer Atombombe zur militärischen Abschreckung. Der Atomkonflikt ist jedoch in den Hintergrund gerückt. Die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran drehen sich inzwischen vielmehr um die für den Ölhandel wichtige Strasse von Hormus.

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