Berichte: Iran besitzt noch Grossteil seines Raketenarsenals
Trotz Krieg verfügt der Iran laut US-Geheimdiensten noch über rund 70 Prozent seines Raketenarsenals. Trump befindet sich auf dem Weg nach China.

Das Wichtigste in Kürze
- Trump bezeichnete die Waffenruhe mit dem Iran als «so schwach wie nie zuvor».
- Teheran fordert Reparationen, ein Ende der Sanktionen und Kontrolle über Hormus.
- US-Medien berichten, dass der Iran noch rund 70 Prozent seines Raketenarsenals besitzt.
- Trump befindet sich derweil auf dem Weg nach China und lobt die Rolle des Landes im Krieg.
Die seit fast fünf Wochen geltende Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran steht auf der Kippe. US-Präsident Donald Trump zeigt sich schwer verärgert über einen neuen Vorschlag aus Teheran zur Beendigung des Krieges. Irans Parlamentssprecher Mohammed Bagher Ghalibaf gab sich auf X kämpferisch: «Wir sind auf alle Optionen vorbereitet.»
Derweil befindet sich Trump auf dem Weg nach China und hat vor seiner Reise nach Peking Differenzen mit Staatschef Xi Jinping in Bezug auf den Iran-Krieg heruntergespielt.
Tatsächlich ist die Unterstützung aus China für den Iran ein Spannungspunkt im Verhältnis zwischen Washington und Peking. So hatte das US-Finanzministerium zuletzt mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen verhängt, die den USA zufolge unerlaubten Handel mit dem Iran treiben.
Im Nau.ch-Ticker erfährst du alles rund um den Iran-Krieg:
Netanjahu besuchte während Iran-Kriegs heimlich Emirate
21.03: Benjamin Netanjahu hat nach Angaben seines Büros während des Iran-Kriegs heimlich die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) besucht. Netanjahu habe sich dort mit dem Präsidenten Mohammed bin Sajid getroffen, hiess es in der Mitteilung. Der Besuch habe zu «einem historischen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten» geführt.
Weitere Details wurden zunächst nicht genannt. Es gab bereits Berichte über frühere geheime Besuche Netanjahus in dem Golfstaat und offizielle Telefonate zwischen den beiden.
Helfer: Täglich vier Kinder im Libanon getötet oder verletzt
13.25: Das Inkrafttreten einer Waffenruhe im Libanon vor rund einem Monat hat das Land für Kinder nach Einschätzung einer Hilfsorganisation nicht sicherer gemacht.
Jeden Tag seien im Durchschnitt mehr als vier Kinder getötet oder verletzt worden, teilte die Kinderhilfsorganisation «Save the Children» mit.
Tui hofft trotz Iran-Krieg auf Last-Minute-Sommer
12.45: Der Sommerurlaub wird für viele Menschen zunehmend zur kurzfristigen Entscheidung. Beim Reisekonzern Tui verschiebt sich die Nachfrage wegen des Iran-Kriegs derzeit deutlich in Richtung westliches Mittelmeer. Knapp die Hälfte der Verbraucher, die in diesem Sommer verreisen wollten, habe bislang noch nicht gebucht, teilte der Konzern in Hannover mit. Bisher zählt Tui für den Sommer deutlich weniger Gäste als vor einem Jahr.

Besonders gefragt dürften Spanien einschliesslich der Balearen und Kanaren sowie Griechenland sein. Dort wird Urlaub nach Einschätzung des Vorstands auch nicht billiger werden. «Da gibt es wenig Gründe, weshalb wir oder Hoteliers mit günstigeren Preisen kommen sollten», sagte Tui-Chef Sebastian Ebel.
Deutlich schwächer entwickelten sich dagegen die Buchungen für Länder wie Ägypten, die Türkei und Zypern. Im westlichen Mittelmeer sehe Tui eine normale bis gute Nachfrageentwicklung, «das sehen wir im Osten nicht», sagte Ebel. Für schwächer nachgefragte Reiseziele wolle der Konzern deshalb mit Angeboten gegensteuern. «Das bedeutet kleinere Margen für uns, aber bessere Preise für die Kunden.»
Israels Armee beginnt neue Angriffe im Südlibanon
12.20: Israels Militär hat eigenen Angaben zufolge trotz aktuell herrschender Waffenruhe neue Angriffe auf Ziele der Hisbollah in mehreren Gegenden im Südlibanon begonnen.
Die israelische Armee nehme dabei «Terrorinfrastruktur der Hisbollah» ins Visier, teilte sie am Vormittag mit. Details wurden zunächst nicht genannt.
Zuvor hatte Israels Armee die Bewohner mehrerer Orte im Süden des Nachbarlandes aufgerufen, diese zu verlassen, um dort gegen die Hisbollah vorzugehen. Solche Fluchtaufforderungen gibt Israels Militär immer wieder vor anstehenden Angriffen heraus.

Im Libanon wurden derweil mehrere israelische Angriffe im Süden des Landes gemeldet. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA berichtete von zahlreichen Angriffen in mehreren Gebieten im Süden und auch nahe der Küstenstadt Tyrus. Auf einer Autobahn nahe dem Küstenort Dschije, rund 30 Kilometer südlich der Hauptstadt Beirut, wurden den Angaben zufolge zwei Fahrzeuge von israelischen Luftangriffen getroffen. Angaben zu Opfern gab es zunächst nicht.
IEA erwartet Rückgang der Ölnachfrage – Reserven sinken
12.10: Die internationale Energieagentur (IEA) rechnet wegen der Folgen des Iran-Kriegs mit einem stärkeren Rückgang der weltweiten Ölnachfrage und einem Abschmelzen der Ölreserven.
Weil sich das Angebot verknappe, dürfte die globale Nachfrage nach Rohöl in diesem Jahr voraussichtlich um durchschnittlich 420.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag sinken auf etwa 104 Millionen Barrel pro Tag, heisst es in dem in Paris veröffentlichten Monatsbericht des Interessenverbandes grosser Industriestaaten.
Bereits im Vormonatsbericht hatte die IEA einen Rückgang der Nachfrage prognostiziert, aber nur um 80.000 Barrel pro Tag, nachdem der Interessenverband zu Beginn des Jahres noch von einem Anstieg der Nachfragte um täglich 770.000 Barrel ausgegangen war.
Berichte: Iran besitzt noch Grossteil seines Raketenarsenals
03.03: Der Iran verfügt US-Medienberichten zufolge immer noch über den Grossteil seiner Bestände an mobilen Abschussrampen und Raketen. Die «New York Times» berichtet über Erkenntnisse von US-Geheimdiensten, wonach der Iran noch etwa 70 Prozent seiner mobilen Abschussrampen sowie rund 70 Prozent des Raketenarsenals habe, das er vor dem Krieg hatte.
Die Zeitung beruft sich dabei auf Personen, die mit den Geheimdiensterkenntnissen von Anfang dieses Monats vertraut sind. Demnach habe der Iran auch wieder Zugang zum Grossteil seiner unterirdischen Raketenlager, heisst es.

Die «New York Times» berichtet darüber hinaus, einige hochrangige Beamte seien besonders wegen Hinweisen alarmiert, dass der Iran den Zugang zu den meisten seiner Raketenstellungen wiederhergestellt habe, die er entlang der Strasse von Hormus unterhalte. Die «Washington Post» hatte bereits vergangene Woche über eine US-Geheimdienstanalyse berichtet und ähnliche Zahlen genannt.
Trump spricht von «Fake News»
02.15: Trump kritisierte am Dienstag auf seiner Plattform Truth Social wieder einmal die mediale Berichterstattung über den Iran-Krieg, ohne dabei konkrete Artikel zu nennen. «Wenn die Fake News behaupten, dass der iranische Feind militärisch gut gegen uns abschneidet, ist das praktisch VERRAT, insofern als es sich um eine derart falsche und sogar absurde Behauptung handelt.» Sie unterstützten den Feind, zürnte der US-Präsident.
Trump spielt Spannungen mit China im Iran-Krieg herunter
01.05: US-Präsident Donald Trump hat vor seiner Reise nach Peking Differenzen mit Staatschef Xi Jinping in Bezug auf den Iran-Krieg heruntergespielt. Der chinesische Staatsführer habe seine Sache ziemlich gut gemacht, sagte Trump auf eine Journalistenfrage nach Chinas Rolle im Iran. «Schauen sie auf die Seeblockade – keine Probleme», sagte Trump.

Xi sei jemand, mit dem er sehr gut auskomme, sagte Trump. «Das wird eine sehr spannende Reise. Es werden viele grossartige Dinge passieren», sagte er. Danach gefragt, ob Xi im Iran-Krieg hilfreich sein könne, sagte Trump: «Ich denke, wir brauchen im Iran überhaupt keine Hilfe.»











