Greenpeace: Ölteppich im Persischen Golf könnte Schutzgebiete treffen
Ein neuer im Zuge des Iran-Kriegs beobachteter Ölteppich im Persischen Golf könnte nach Einschätzung von Greenpeace auch Schutzgebiete treffen.

Satellitenaufnahmen deuteten darauf hin, dass sich der neue Ölteppich nahe der iranischen Insel Charg vergleichsweise stark verteilt habe, sagte Greenpeace-Expertin Nina Noelle der Nachrichtenagentur DPA.
Es sei wahrscheinlich, dass sich das Öl unter den aktuellen Bedingungen weiter im Meer verteile und die Küsten nicht in grossen Mengen erreiche. Dies sei jedoch eine vorläufige Einschätzung. Abhängig von Wind, Wellen und Strömung bestehe prinzipiell die Möglichkeit, dass Teile des Ölteppichs südwärts driften und sensible marine Lebensräume oder Schutzgebiete beeinflussen könnten.
Die genaue Ursache für den Ölteppich war zunächst unklar. Auf der Insel Charg im Persischen Golf ist die zentrale Infrastruktur für Irans Ölexport angesiedelt.
«Man kann die Möglichkeit von Leckagen aufgrund von Rohrbrüchen oder absichtlichen oder versehentlichen Lecks aus Tankern nicht ausschliessen», schrieb Kaveh Madani, Direktor des UN-Instituts für Wasser, Umwelt und Gesundheit, auf X. Kriegsbedingungen erschwerten die Möglichkeit der Wartung, Überwachung und Kontrolle, fügte er hinzu.
Irans Umweltministerium dementierte eine mögliche Beschädigung von Pipelines, wie die iranische Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Der Ölteppich sei vielmehr durch verunreinigtes Ballastwasser eines beschädigten Tankschiffs verursacht worden, teilte das Ministerium demnach mit.














