Nach dem Militärputsch in Myanmar eskaliert die Lage zunehmend. Das Auswärtige Amt spricht nun von einer «wachsenden Unberechenbarkeit» und empfiehlt allen Deutschen die Ausreise.
Uniformierte Soldaten mit Gewehren gehen in Yongon während einer Demonstration von Anti-Putsch-Demonstranten auf eine Rauchwolke zu. Foto: -/AP/dpa
Uniformierte Soldaten mit Gewehren gehen in Yongon während einer Demonstration von Anti-Putsch-Demonstranten auf eine Rauchwolke zu. Foto: -/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Angesichts der zunehmenden Gewalt in Myanmar hat das Auswärtige Amt allen Deutschen die baldmöglichste Ausreise aus dem asiatischen Land empfohlen.

«Eine nochmals zunehmende Gewaltanwendung durch die Sicherheitskräfte und wachsende Unberechenbarkeit der Sicherheitslage kann nicht ausgeschlossen werden», heisst es auf der Website der Behörde. Daher werde «dringend empfohlen», auszureisen, solange kommerzielle Flüge noch verfügbar seien. Gleichzeitig wurde empfohlen, Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden.

In Myanmar hatte das Militär Anfang Februar geputscht und die Zivilregierung abgesetzt und deren Mitglieder grossteils festgesetzt. In den landesweiten Protesten gegen die Militärs sind die Sicherheitskräfte zuletzt mit zunehmender Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen. Nach Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP vom Dienstag sind bislang mindestens 510 Menschen durch die Gewalt des Militärs ums Leben gekommen. Beobachter gehen aber von einer hohen Dunkelziffer aus. Das brutale Vorgehen der Armee sorgt auch international für immer grösseres Entsetzen.

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