Myanmars Militärregierung begnadigt mehr als 6.100 Gefangene
Die Militärregierung in Myanmar hat 6.134 Gefangene begnadigt. Anlass sei der 78. Unabhängigkeitstag des Landes, gab die Regierung in einer Mitteilung am Sonntag bekannt. Unter ihnen sollen sich auch 52 Ausländer befinden. Details zu den Nationalitäten wurden nicht genannt.

Die Strafminderung gilt demnach jedoch nicht für die vom Militär abgesetzte De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi, die in mehreren Verfahren zu mindestens 27 Jahren Haft verurteilt worden war. Ersten Berichten zufolge waren unter den Freigelassenen auch einige prominente Gefangene, etwa der frühere Informationsminister Ye Htut. Er war zu einer Haftstrafe von mehr als zehn Jahren verurteilt worden.
Unklar blieb zunächst, wie viele politische Gefangene von der Amnestie betroffen sind.
Die Armee hatte am 1. Februar 2021 geputscht und die demokratisch gewählte De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet – wegen angeblichen Wahlbetrugs bei einer vorangegangenen Parlamentswahl. Die Friedensnobelpreisträgerin wurde später zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Wo sie festgehalten wird und wie es ihr geht, ist unklar.










