Nach Haft: YB-Chaot darf wieder an Berner Schule unterrichten
Der in Birmingham wegen Ausschreitungen während eines YB-Spiels verurteilte Lehrer (36) darf weiterhin in der Berner Gemeinde Fraubrunnen unterrichten.

Massgebend für seine Weiterbeschäftigung seien insbesondere die Verhältnismässigkeit, sein bisher «tadelloser» Leistungsausweis sowie seine Bereitschaft zur Verantwortung und Reflexion, teilten die Gemeinde Fraubrunnen und deren Schulen am Freitag mit.
Mögliche Risiken seien geprüft worden, zumal die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler an erster Stelle stehe.
Der Gemeinderat und die Bildungskommission tragen den Entscheid der Schulleitung mit, wie es weiter hiess.
«Entscheide dieser Tragweite dürfen nicht unter öffentlichem Druck gefällt werden, sondern müssen verantwortungsvoll und im Interesse der Institution getroffen werden», sagte Gemeinderat Simon Glauser (SVP) laut der Mitteilung.
Die Lehrperson soll eine zweite Chance erhalten, trotz ihres «gravierenden Fehlers».
Der verurteilte Lehrer distanzierte sich im Communiqué von Gewalt und gab an, die Umstände zu bedauern. Sein Fokus liege nun darauf, seine Verantwortung als Lehrperson «weiterhin gewissenhaft wahrzunehmen und das Vertrauen der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern zu stärken», liess sich der 36-Jährige zitieren.
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Der YB-Anhänger wurde im November im Schnellverfahren zu einer achtwöchigen Haftstrafe und einer Busse von 200 Pfund verurteilt. Er konnte kürzlich in die Schweiz zurückkehren.
Drei weitere Männer erhielten zudem fünf Jahre Stadionverbot und mussten Geldstrafen in der Höhe von umgerechnet 1700 Franken bezahlen.
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Die Polizei nahm im Rahmen des Europa-League-Spiels insgesamt acht YB-Chaoten fest. Laut Polizei hatten sie einen Polizeibeamten angegriffen und Stadionsitze, Bierbecher und Münzen in Richtung gegnerischer Spieler und Sicherheitskräfte geworfen.
Der Vorfall ging sowohl in England als auch in der Schweiz durch die Medien. Im Fraubrunnen kursierte eine Petition, mit der Schulkinder und deren Eltern eine Weiterbeschäftigung des Lehrers forderten.












