Australien: Künstler nach mehreren Tagen unter der Erde wieder frei

    DPA
    DPA

    Australien,

    Drei Tage lang war er lebendig begraben – nun wurde ein australischen Aktionskünstler aus dem Container befreit, in den er für einen guten Zweck gestiegen war.

    Der Aktionskünstler kann nach drei Tagen endlich wieder aus seinem Container steigen.
    Der Aktionskünstler kann nach drei Tagen endlich wieder aus seinem Container steigen. - Rob Blakers/AAP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Das Dark-Mofo-Festival ist für seinen ungewöhnlichen Aktionen bekannt.
    • Parr liess sich zum Gedenken der nahezu kompletten Auslöschung der Aborigines eingraben.

    Mike Parr stieg für eine Kunstaktion am Sonntag (Ortszeit) in den eigens dafür gebauten Container, der in Hobart (TAS/AUS) unter einer Strasse in den Boden versenkt wurde. Drei Tage musste er in seinem selbstgewählten Gefängnis ausharren, bis ihn die Bulldozer nun wieder ausbuddelten.

    Über eine Leiter sei der 73-Jährige die letzten Schritte zu den mehr als 1000 Schaulustigen hinaufgeklettert und dann wortlos verschwunden, berichtete der TV-Sender ABC. Sein Container sei in den drei Tagen mit Sauerstoff versorgt worden und der Künstler habe in dieser Zeit eine begrenzte Menge Flüssigkeit zu sich genommen. Am Dienstag soll Parr in einem Vortrag an der University of Tasmania über seine Erfahrungen sprechen.

    Erinnerung an dunkle Zeit

    Anlässlich des dreitägigen Dark-Mofo-Festivals sollte die Aktion an dunkle Kapitel der Kolonialvergangenheit Australiens erinnern. Parr wollte der nahezu kompletten Auslöschung der Aboriginal-Urbevölkerung Tasmaniens nach Ankunft britischer und irischer Siedler im 19. Jahrhundert gedenken. Das Festival ist für ungewöhnliche Aktionen bekannt. 2017 zogen die Macher Kritik von Tierrechtlern auf sich, weil bei einem nachgestellten Opferritual Rinderkadaver eingesetzt worden waren.

    Kommentare

    Weiterlesen

    1 Interaktionen
    Mehr als 50 Opfer
    Eingeständnis auf Weltreise
    Feiern im Dschungel

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    10 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Campingfeuer Bella Italia
    «Fire! Fire!»
    Ostschweizer Kantonsrat will heimliche Kameras auf Nase stoppen
    2 Interaktionen
    Smart Glasses
    Tierpark Bern Artenschutz
    Tierpark Bern

    MEHR AUS AUSTRALIEN

    sdf
    9 Interaktionen
    KI-Skandal
    1 Interaktionen
    Sydney