Amnesty: Über 200 Tote bei Unruhen im Iran

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    Bei den schweren Unruhen im Iran im vergangenen Monat sind nach Angaben der Amnesty International 208 Menschen ums Leben gekommen.

    Iran
    Laut Amnesty wurden mindestens 208 Personen im Iran bei Protesten getötet. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Seit Ausbruch der Proteste im Iran sollen laut Amnesty 208 Menschen getötet worden sein.
    • Dies schreibt die Menschenrechtsorganisation in einem neuen Bericht.

    Im Iran waren Mitte November landesweite Proteste gegen eine Erhöhung der Benzinpreise und die Rationierung von Kraftstoff ausgebrochen. Die Sicherheitskräfte gingen gegen die Demonstranten vor.

    iran
    Demonstration in Teheran im November 2019. - AFP

    Nach offiziell unbestätigten Angaben gab es zudem mehr als 1000 Festnahmen - unter ihnen 180 «Rädelsführer», denen die Todesstrafe droht. Mit einer zeitweisen Internetblockade sorgte Teheran dafür, dass kaum Informationen, Bilder und Videos der Proteste verbreitet werden konnten.

    Amnesty: «Amoklauf der Sicherheitskräfte»

    «Diese alarmierende Zahl von Toten ist weiterer Beweis für einen schreckliche Amoklauf der iranischen Sicherheitskräfte», heisst es in dem am Montagabend veröffentlichten AI-Bericht.

    Die iranischen Behörden zeigten mit dieser Opferzahl ihre «schamlose Missachtung menschlichen Lebens», wurde Amnestys Regionaldirektor Philip Luther zitiert.

    irak proteste
    Proteste im Iran. - dpa

    Der Amnesty-Vertreter forderte, die Verantwortlichen für dieses «blutige Vorgehen» gegen Demonstranten zur Verantwortung zu bringen.

    Dazu wurde die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung aufgerufen, da der Iran schon früher keine Bereitschaft zu unabhängigen und unparteiischen Untersuchungen von Gewalt gegen Demonstranten gezeigtzz habe.

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