Amnesty International

    Amnesty: Rund 100 Hinrichtungen im Januar und Februar im Iran

    Keystone-SDA
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    Iran,

    Im Iran ist die Zahl der Exekutionen deutlich gestiegen. Allein im Januar und Februar wurden mindestens 94 Todesurteile vollstreckt.

    «Stoppt die Hinrichtung in Iran»: Protestaktion gegen das Iran-Regime auf dem Pariser Platz in Berlin.
    «Stoppt die Hinrichtung in Iran»: Protestaktion gegen das Iran-Regime auf dem Pariser Platz in Berlin. - Paul Zinken/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Rund 100 Menschen wurden im Iran im Januar und Februar hingerichtet.
    • Dies nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.
    • Die Zahl der Exekutionen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich angestiegen.

    In den ersten beiden Monaten des Jahres sind im Iran nach Informationen der Menschenrechtsorganisation Amnesty International rund 100 Menschen hingerichtet worden. Die Behörden hätten alleine im Januar und Februar mindestens 94 Todesurteile vollstreckt, berichtete die Menschenrechtsorganisation am Donnerstag.

    Nach Recherchen der Menschenrechtsorganisation Abdorrahman Boroumand Center mit Sitz in den USA und von Amnesty sei die Zahl der Exekutionen im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Die Organisationen verzeichneten auch Fälle «schrecklicher sexueller Gewalt und anderer Foltervorwürfe».

    «Instrument der Unterdrückung»

    Amnesty wirft den Behörden im Iran vor, die Todesstrafe als «Instrument der Unterdrückung» ethnischer Minderheiten einzusetzen. Im Januar und Februar wurden demnach mindestens ein iranischer Araber, 14 Kurden und 13 Angehörige der ethnischen Minderheit der Belutschen hingerichtet. Todesstrafen werden im Iran in der Regel durch Erhängen vollstreckt.

    Menschenrechtler kritisieren seit Jahren die Anwendung der Todesstrafe im Iran. Offizielle Zahlen zu Hinrichtungen gibt es nicht. Im Iran wurden 2022 im ersten Halbjahr nach Angaben von Amnesty International mindestens 250 Menschen hingerichtet, vor allem wegen Drogendelikten. Der Iran exekutierte auch vier Teilnehmer der jüngsten Protestwelle.

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