PCB-Sanierung im Spöl GR abgeschlossen
Ende Oktober sind die Sanierungsarbeiten aufgrund der PCB-Belastung im Spöl im Schweizerischen Nationalpark in Graubünden abgeschlossen worden. Diese Arbeiten waren wegen eines Baustellen-Lecks 2016 notwendig geworden.

Auf einer Strecke von rund drei Kilometern wurden die Sedimente entnommen und aufbereitet. Das PCB-belastete Feinmaterial wurde gemäss einer gemeinsamen Mitteilung des Schweizerischen Nationalparks und der Engadiner Kraftwerke abtransportiert und thermisch entsorgt.
Im September 2016 waren bei Sanierungsarbeiten an der Staumauer Punt dal Gall der Engadiner Kraftwerke hochgiftige polychlorierte Biphenyle (PCB) freigesetzt worden. Untersuchungen zeigten, dass die Sedimente und zahlreiche Lebewesen im Spöl stark belastet waren.
Die Sanierung gestaltete sich gemäss Mitteilung anspruchsvoll: Ein grosser Teil der Arbeiten fand in einer engen und nur einseitig zugänglichen Schlucht statt, zudem galten strenge Naturschutzauflagen.
Fische können zurückkehren
Nach den Sanierungsarbeiten wird der obere Spöl nun mit sogenannten ökologischen Hochwassern – also einem gezielt herbeigeführten Wasserschwall – in unterschiedlicher Intensität gespült. «Dadurch soll wieder ein naturnahes Flussbett entstehen und damit ein geeigneter Lebensraum für Kleinlebewesen geschaffen werden», heisst es in der Mitteilung.
Die Strömung solle zudem Kiesflächen formen, die Bachforellen ab Mitte November als Laichplätze dienen. Vor Beginn der Arbeiten waren rund 20'000 Bachforellen abgefischt und in den unteren Bereich des Spöls umgesiedelt worden. Nach der Entfernung der Sperre am unteren Ende der Sanierungsstrecke können die Fische nun wieder selbstständig aus dem unteren Flussabschnitt aufsteigen und den sanierten Lebensraum besiedeln.






