Aluminium in Deos weniger belastend als angenommen

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    Bolivien,

    Aluminium im Körper kann das Nervensystem schädigen. Umstritten sind daher auch aluminiumhaltige Deos. Doch welche Menge wird tatsächlich über die Haut aufgenommen? Das Institut für Risikobewertung kommt nun zu einer neuen Einschätzung.

    Aluminiumhaltige Deos sind weniger belastend für den Körper als bisher angenommen. Foto: Jörg Carstensen/dpa
    Aluminiumhaltige Deos sind weniger belastend für den Körper als bisher angenommen. Foto: Jörg Carstensen/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aluminiumhaltige Deos sind weniger belastend für den Körper als bisher angenommen.

    Das teilte das Institut für Risikobewertung (BfR) mit.

    «Durch die Haut wird signifikant weniger Aluminium aufgenommen als auf bislang vorliegender, limitierter Datenbasis berechnet», sagte BfR-Präsident Andreas Hensel. Gleichwohl mahnt das Institut weiterhin zur Vorsicht bei sauren und salzhaltigen Speisen und Getränken in Alufolie, Alu-Grillschalen oder unbeschichteten Alu-Menüschalen und -Geschirr. Bei unsachgemässer Verwendung könne dadurch vergleichsweise viel Aluminium aufgenommen werden.

    In vielen Deodorants werden Aluminiumsalze eingesetzt. Sie sollen den Schweissfluss blockieren und die Geruchsbildung hemmen. Laut BfR war lange Zeit unsicher, wie viel des Aluminiums von der Haut aufgenommen wird. Eine Studie aus dem Jahr 2019 habe belastbare Daten für die aktuelle Risikobewertung geliefert.

    «Wer sich grundsätzlich vor einer zu hohen Aluminiumaufnahme schützen will, sollte darauf achten, dass vor allem saure und salzhaltige Lebensmittel und Getränke nicht mit Aluminium in Kontakt kommen, etwa über Trinkflaschen, Backbleche, Grillschalen», heisst es vom Institut. Dazu gehörten aufgeschnittene Äpfel, Tomaten, Rhabarber, Salzheringe, mariniertes Fleisch oder Käse. Auch weissende Zahnpasten enthalten Aluminium. Die Experten empfehlen, die Nutzung zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten. So seien zum Grillen wiederverwendbare Schalen etwa aus Edelstahl zu bevorzugen.

    Zu hohe Aluminiumgehalte im Körper können nach derzeitigem Kenntnisstand negative Auswirkungen auf das Nervensystem, die Nieren und die Knochen haben. Laut BfR ist die Gesamtbelastung durch Aluminium in einigen Bevölkerungsgruppen zu hoch. Daran ändere auch die neue Bewertung der Deodorants nichts.

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