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Abbas begeht 90. Geburtstag abseits der Öffentlichkeit

Keystone-SDA
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Palestina,

Mahmoud Abbas ist seit 2005 als Palästinenser-Präsident im Amt. Zu seinem heutigen 90. Geburtstag sind keine offiziellen Feierlichkeiten geplant.

Palästinensischer Präsident Mahmoud Abbas
Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas bei einem seiner seltenen Auftritte im November im Élysée-Palast. - keystone

Der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas begeht seinen 90. Geburtstag ohne öffentliche Auftritte oder Feiern. Abbas ist einer der weltweit ältesten amtierenden Staats- und Regierungschefs – nur Kameruns Präsident, Paul Biya, ist mit 92 Jahren älter.

Das Jubiläum wird wie seine Geburtstage in den Vorjahren nicht öffentlich gefeiert – und in diesem Jahr überschattet von Siedlergewalt im Westjordanland und den verheerenden Folgen des Gaza-Kriegs. Am 15. November begehen die Palästinenser ihren «Unabhängigkeitstag».

Abbas regelt Nachfolge

Abbas scheint gesundheitlich angeschlagen, er tritt nur sehr selten öffentlich auf. Er zeigt sich hauptsächlich, wenn er auf Reisen im Ausland ist.

Leibwächter stützen ihn oft. Dennoch wird er in offiziellen Berichten nach medizinischen Untersuchungen als bei guter Gesundheit beschrieben.

Ende Oktober schuf Abbas eine Nachfolgeregelung für den Fall seines Todes oder einer Amtsunfähigkeit. Sein Stellvertreter Hussein al-Scheich (64) soll in diesem Fall die Leitung der palästinensischen Autonomiebehörde übernehmen.

Seit 2005 nicht im Amt bestätigt

Abbas, der dem PLO-Gründer Jassir Arafat (1929-2004) als Palästinenserpräsident nachfolgte, ist bei der palästinensischen Bevölkerung äusserst unbeliebt. 2005 gewann er die Präsidentschaftswahl in den Autonomiegebieten, danach gab es keine Wahl für dieses Amt mehr.

Im Vergleich zur islamistischen Hamas gelten Abbas und die von ihm geführte Fatah-Bewegung als deutlich gemässigter. Die von Abbas geführte Autonomieverwaltung regiert über Teile des israelisch besetzten Westjordanlandes.

Gegen Entscheidungen und Handlungen der israelischen Militärverwaltung hat sie keine Handhabe. Auch gegen die von der gegenwärtigen Regierung in Jerusalem geförderte Ausbreitung von Siedlungen im Westjordanland ist sie machtlos. Im Gazastreifen wiederum hatte die Hamas 2007 die Macht an sich gerissen und die Fatah von dort vertrieben.

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Emmanuel Macron sprach mit dem Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Paris.
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