Die Kommunikationsdirektorin von Kamala Harris trat ab. Die Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten versucht die Gespräche über Frust im Team zu zerstreuen.
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Kamala Harris, Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kommunikationsdirektorin der US-Vizepräsidentin Kamala Harris trat ab.
  • Laut Umfragen, sind die Zustimmungswerte für Harris tief.
  • Dem Team der Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten wird viel Frust nachgesagt.

Die Umfragewerte für die Vizepräsidentin der Vereinigten Staaten Kamala Harris sind schlecht. Inmitten dieser Lage und negativer Schlagzeilen tritt die Kommunikationsdirektorin der Vizepräsidentin Harris ab.

Harris' Büro teilte am Donnerstag auf Anfrage mit, Ashley Etienne werde das Team im Dezember verlassen. Sie wolle sich «anderen Aufgaben widmen». Die 43-Jährige arbeitet seit dem Amtsantritt der Vizepräsidentin auf diesem Posten.

Der Wechsel fällt in unruhige Zeiten für Harris: Die Stellvertreterin von US-Präsident Joe Biden hat seit Monaten mit sinkenden Zustimmungswerten zu kämpfen. Zuletzt häuften sich zudem Medienberichte über Frust und Dysfunktionalität in Harris' Team.

Kein optimaler Start für Kamala Harris

Insgesamt verliefen die ersten Monate im Amt für die Demokratin nicht optimal. Die 57-Jährige war zu Beginn frenetisch bejubelt worden als die erste Frau und erste Schwarze im Vizepräsidenten-Amt der USA. Es gelang ihr bisher jedoch nicht, ein eigenes Profil zu entwickeln.

In den ersten Wochen der neuen Regierung kam Harris inhaltlich zunächst so gut wie gar nicht vor. Biden betraute sie schliesslich mit mehreren hoch komplexen Themen, darunter die Eindämmung illegaler Migration. Harris konnte hier bislang jedoch nicht punkten, sondern machte stattdessen einzelne Patzer und blieb insgesamt wenig sichtbar.

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Kamala Harris, US-Vizepräsidentin. - Keystone

Im Interview mit dem Fernsehsender ABC versuchte Harris am Donnerstag, Darstellungen über Frust bei ihr und ihrem Umfeld zu zerstreuen. Sie hielt dagegen, die Regierung habe viel erreicht.

Auf die Nachfrage, ob sie sich falsch eingesetzt oder unausgelastet fühle, reagierte Harris mit einem zögerlichen Lachen und sagte: «Nein, das tue ich nicht. Ich freue mich sehr über das, was wir erreicht haben.» Ihr sei aber klar, dass noch viel zu tun sei.

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