Waymo-Chef: Menschen am Steuer werden nicht verdrängen

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    USA,

    Der Siegeszug autonomer Fahrzeuge auf den Strassen dürfte doch länger dauern, als zunächst erhofft. Autonome Autos könnten aber beim Pendelverkehr helfen, schätzt John Krafcik, Chef der Roboterfirma Waymo.

    Ein selbstfahrendes Auto der Google-Schwesterfirma Waymo. Foto: Andrej Sokolow/dpa
    Ein selbstfahrendes Auto der Google-Schwesterfirma Waymo. Foto: Andrej Sokolow/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Roboterwagen-Firma Waymo stellt sich darauf ein, dass Software für selbstfahrende Autos den Menschen nicht komplett vom Steuer verdrängen wird.

    «Wir werden auch in Zukunft unglaublich viele interessante Autos für menschliche Fahrer erleben, vielleicht sogar mehr als in der Vergangenheit», sagte der Chef der Google-Schwesterfirma, John Krafcik, der Zeitschrift «Auto Motor und Sport». Autonomes Fahren könne dagegen beim Pendeln helfen und die Strassen sicherer machen.

    Krafcik schlägt damit andere Töne ein als es unter Entwicklern selbstfahrender Autos lange üblich war. Sie verwiesen oft darauf, Fehler von Menschen am Steuer seien für mehr als 90 Prozent der tödlichen Unfälle verantwortlich und ein flächendeckender Übergang zum autonomen Fahren werde viele Leben retten. Allerdings stellte sich in den vergangenen Jahren heraus, dass es deutlich länger als anfangs erwartet dauert, die Roboterwagen-Software zum Einsatz im Alltag zu bringen.

    Waymo gilt als besonders weit bei der Entwicklung der Technologie und betreibt testweise einen Robotaxi-Service in Teilen der Stadt Phoenix in Arizona. Die Google-Schwesterfirma will ihre Software, den «Waymo Driver» (Fahrer) auch Autoherstellern anbieten. «Wir denken intensiv darüber nach, welches die beste Art ist, den Waymo-Fahrer auf deutschen Strassen einzuführen. Ich bin persönlich stark motiviert, das zu machen», sagte Krafcik zu «Auto Motor und Sport».

    Zugleich bekräftigte er, dass die Roboterwagen-Software seiner Firma ohne den superschnellen 5G-Datenfunk auskomme, der oft als Voraussetzung für das autonome Fahren bezeichnet wird. «Waymo braucht kein 5G - oder 4G. Alles, was wir brauchen, ist an Bord des Autos», sagte Krafcik. Mobilfunk benötigten die Autos nur für Zusatzdienste wie etwa die Flottenüberwachung.

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