Im US-Bundesstaat Kalifornien nahe dem Yosemite-Nationalpark wütet der Waldbrand weiter. Lediglich 16 Prozent des Feuers sind bislang unter Kontrolle.
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Im Yosemite-Nationalpark ist die Sicht durch die Rauchschwaden getrübt. - Twitter/@YosemiteNPS
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Das Wichtigste in Kürze

  • Der «extrem gefährliche» Waldbrand in Kalifornien ist erst zu 16 Prozent eingedämmt.
  • Rund 3000 Feuerwehrleute kämpfen inzwischen gegen «Oak Fire» nahe des Yosemite-Parks.
  • Die Region leidet unter akutem Wassermangel.

Im US-Bundesstaat Kalifornien kämpfen weiterhin 3000 Feuerwehrleute gegen den Waldbrand in der Nähe des Yosemite-Nationalparks.

Erst 16 Prozent des Feuers seien eingedämmt, so die Feuerwehr. Der Brand breite sich aber stand Montagabend langsamer aus als bisher. Das Feuer war acht Tage zuvor ausgebrochen.

Flächenbrand «extrem gefährlich»

Das «Oak Fire» war am Freitag vor einer Woche im Mariposa County nahe dem Yosemite-Nationalpark mit seinen berühmten Sequoia-Mammutbäumen ausgebrochen. Bislang wurden fast 7000 Hektar und 55 Gebäude zerstört, tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

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Löschhelikopter im Einsatz. - Keystone

Tausende Feuerwehrleute arbeiteten weiter «unter Hochdruck», teilte die kalifornische Forst- und Brandschutzbehörde Cal Fire mit. Unterstützt würden sie dabei von Planierraupen und rund zwei Dutzend Löschhubschraubern. Der Behörde zufolge handelt es sich beim Brand nahe am Yosemite-Nationalpark um das bislang zerstörerischste Feuer der diesjährigen Brandsaison.

Feuerwehrsprecher Jon Heggie bezeichnete das «Oak Fire» als einen der typischen Brände in der Region der vergangenen Jahre. Die Flammen breiteten sich mit «beispielloser» Geschwindigkeit aus. Für die dortigen Bewohner wie auch für die Feuerwehr sei es deshalb «extrem gefährlich», sagte Heggie dem Sender CNN. Für Evakuierungen bleibe nur wenig Zeit.

Brand am Yosemite-Nationalpark «direkte Folge von Klimawandel»

Die Region leidet unter Hitze und akutem Wassermangel, abgestorbene Bäume und verdorrte Büsche bieten den Flammen Nahrung. «Das ist eine direkte Folge des Klimawandels», sagte Heggie. «Man kann nicht zehn Jahre lang Dürre in Kalifornien haben und erwarten, dass alles so bleibt wie es ist.»

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Zerstörung durch den Waldbrand in Mariposa County nahe dem Yosemite-Nationalpark. - AFP

Der unter einer anhaltenden Dürre leidende Westen der USA hat in den vergangenen Jahren Waldbrände von aussergewöhnlichem Ausmass erlebt. Gleichzeitig zieht sich die Brandsaison immer länger hin.

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