Venezuela militarisiert Katastrophenregion nach Beben

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    Venezuela,

    Angesichts der schweren Schäden im Bundesstaat La Guaira durch das Doppel-Erdbeben in Venezuela hat die Regierung die Region im Norden des Landes militarisiert. Die Streitkräfte hätten die Kontrolle übernommen, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten und die Arbeit der Rettungskräfte zu erleichtern, sagte der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez.

    Angehörige des venezolanischen Militärs patrouillieren zwei Tage nach dem Erdbeben in La Guaira, Venezuela, am Freitag in einem vom Erdbeben betroffenen Gebiet. Foto: Matias Delacroix...
    Angehörige des venezolanischen Militärs patrouillieren zwei Tage nach dem Erdbeben in La Guaira, Venezuela, am Freitag in einem vom Erdbeben betroffenen Gebiet. Foto: Matias Delacroix... - Keystone/AP/Matias Delacroix

    Am zweiten Tag nach der Erdbebenkatastrophe liegt die offizielle Zahl der Todesopfer in Venezuela bei 920, wie Rodríguez bei der Vorstellung der jüngsten vorläufigen Schadenbilanz mitteilte. Mehr als 3.300 Menschen seien verletzt worden. La Guaira wurde von den Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am Mittwoch (Ortszeit) am schwersten getroffen.

    Innenminister Diosdado Cabello kündigte die Schliessung der Zufahrtsstrassen nach La Guaira aus humanitären und gesundheitlichen Gründen an. «Es ist notwendig, dass alles geordnet und entsprechend der aktuellen Lage abgewickelt wird», sagte Cabello im Fernsehsender VTV. Damit wolle man verhindern, dass Menschen dorthin reisten, die dort nichts zu tun hätten. Ziel sei, gesundheitliche Risiken zu minimieren sowie die Bergungsarbeiten zu beschleunigen.

    Der Bundesstaat nördlich der Hauptstadt Caracas, in dem sich der internationale Flughafen und der wichtigste Seehafen Venezuelas befinden, ist zum Katastrophengebiet erklärt worden. Mehr als 70.000 Familien seien dort von den Folgen der Katastrophe betroffen, sagte der Innenminister am Donnerstag.

    Bereits im Dezember 1999 wurde La Guaira von einer der schwersten Naturkatastrophen der modernen lateinamerikanischen Geschichte heimgesucht. Durch heftige Regenfälle ausgelöste Schlamm- und Schuttlawinen töteten nach Schätzungen der US-Geologiebehörde USGS bis zu 30.000 Menschen.

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    Kommentare

    User #6528 (nicht angemeldet)

    Tragisch das es keine sonder Regeln gibt um Millitär im Katastrophenfall zu Mobilisieren.--- Wäre wichtig da die Kompetenzen anderst zu Regeln, ansonsten könnte es Missbraucht werden--- Genau deshalb sind in west Regierungen damit zurück haltdender---- Hoffen Wir das Welt erkennt das es dafür neue Regelungen braucht---

    User #6430 (nicht angemeldet)

    Richtig so.

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