Experte sicher: Auch Buckelwal Hartwin wird sterben

Etienne Sticher
Etienne Sticher

Dänemark,

Erneut hat sich ein Buckelwal in die Ostsee verirrt. Ein Experte rechnet mit einer Strandung und einem baldigen Tod des Tieres.

wal hartwin
Ein weiterer Wal droht wie Timmy in der Ostsee zu stranden. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein geschwächter Wal hat sich in die Ostsee verirrt.
  • Das Tier wird laut einem Experten entweder ertrinken oder stranden und dann sterben.
  • Eine Rettungsaktion wie bei Timmy schliesst er aber aus.

Erneut hat sich ein Buckelwal in die Ostsee verirrt. Kürzlich wurde «Hartwin» in der Nähe der dänischen Insel Fünen gesichtet. Noch schwimmt er, doch ein Experte sagt deutlich: «Er wird sterben.»

Heiko Buch-Illing leitet das dänische Wissens- und Forschungszentrum Fjord&Bælt und erklärt die Lage gegenüber «newstime». Hartwin ist etwa 15 Meter gross, bewege sich auffällig langsam und sei wohl stark geschwächt. Die Oberfläche des Wals sei sehr hell, «das sieht schon sehr befallen aus».

Der Experte erklärt, dass es der Buckelwal-Population sehr gut gehe. Deshalb gebe es in den Lebensräumen Druck, sodass einige Tiere in die nahrungsarmen Grenzregionen verdrängt würden. Hartwin könnte genau davon betroffen sein.

Dadurch sei der Wal wohl geschwächt. Seine Grösse deute zudem darauf hin, dass er schon älter sei. Das ständige Auftauchen koste ihn viel Kraft, weshalb er seichtere Gewässer aufsuche. So könne sich der Wal hinlegen und ausruhen – schafft er das nicht, ertrinkt er.

Scharfe Kritik an Rettungsaktion für Timmy

Doch in seichten Gewässern besteht die Gefahr einer Strandung wie im Falle von Timmy. Für Buch-Illing ist klar: «Da gibt’s keine Chance, er wird sterben.» Spätestens in einem Monat werde Hartwin stranden.

Eine Rettung wie bei Timmy schliesst der Experte aus: In Dänemark lasse man gestrandete Tiere liegen und natürlich sterben.

Sollen gestrandete Wale gerettet werden?

Timmy wurde zwar befreit, wenige Tage später wurde sein Kadaver aber vor Dänemark angeschwemmt. Buch-Illing kritisiert das Vorgehen in Deutschland scharf: «Man hat das Tier gequält, daran gibt es keinen Zweifel.»

Der Umgang mit Timmy sei «übertrieben» gewesen und «durch Desinformation geschürt» worden. Man habe den Rat der Experten vernachlässigt, dafür nach Emotionen und Bauchgefühl gehandelt. Das sei «der Gegensatz von Tierschutz».

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Kommentare

User #3362 (nicht angemeldet)

Und schon wieder ein Namen für Ihn

User #4730 (nicht angemeldet)

Schickt all diese "Experten" endlich in die Wüste und last der Natur ihren freien Lauf! Retten können die sowiso nichts! Das haben wir lange genug miterleben müssen. Und wollt ihr nun jedem Fisch im Meer einen Namen geben??

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