Die USA schicken im Juni 50'000 Soldaten nach Kolumbien. Für vier Monate sollen sie das dortige Militär im Kampf gegen den Kokainhandel beraten.
Kolumbien und Venezuela
Luis Fernando Navarro, Chef der Streitkräfte von Kolumbien, äussert sich zu der Lage an der Grenze zu Venezuela. - dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im Juni sollen 50'000 US-Soldaten nach Kolumbien entsandt werden.
  • Für vier Monate sollen sie das dortige Militär im Kampf gegen den Kokainhandel beraten.

50'000 US-Soldaten sollen im Juni zur Unterstützung im Kampf gegen den Kokainhandel nach Kolumbien entsandt werden. Die Einheit des US Southern Command werde vier Monate bleiben. Dort soll sie das Militär des Landes in «Verfahren und Taktiken zur Verbesserung des Kampfes gegen den Drogenhandel» beraten. Dies sagte Armeechef Luis Fernando Navarro in einem Video am Donnerstag.

Das US Southern Command bestätigte die Information kolumbianischen Medien zufolge. Navarro sagte, die US-Soldaten würden vor allem in vier kolumbianischen Regionen operieren. Dabei handelt es sich nach einem Bericht der Zeitung «El Tiempo» um die mit dem meisten Koka-Anbau.

Kokain wird in die USA geschmuggelt

Jahrzehnte des Kriegs gegen die Drogen, Milliarden von US-Dollar an Finanzhilfen und ein Friedensvertrag mit der Guerilla-Organisation Farc haben den grossflächigen Anbau von Koka nicht stoppen können. Die Organisation finanzierte sich vor allem mit Drogenhandel und Schutzgeldern.

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Polizisten beschlagnahmen Kokain in Kolumbien. (Symbolbild) - AP/Carlos Julio Martinez

Aus Koka wird Kokain hergestellt. Daten der US-Regierung zufolge wurde in dem südamerikanischen Land im vergangenen Jahr auf einer Fläche von 2120 Quadratkilometern Koka angebaut. Im Jahr 2018 waren es 208 Quadratkilometer.

Ein grosser Teil des Kokains wird in die Vereinigten Staaten geschmuggelt. Dort hat sich die Zahl der Drogentoten durch Kokain zwischen 2012 und 2018 mehr als verdreifacht. Die Anzahl Todesfälle stieg von 1,4 auf 4,5 pro 100'000 Einwohner. Dies teilte das US-amerikanische Gesundheitsministerium mit.

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