Die US-Regierung um Aussenminister Mike Pompeo wirft Syrien weiteren Einsatz von Chemiewaffen vor. Das Assad-Regime soll am 19. Mai mit Chlorgas gekämpft haben.
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US-Aussenminister Mike Pompeo und US-Präsident Donald Trump: Sie beide wollen Beweise für die Wuhan-Labor-Theorie gesehen haben. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Regierung wirft Syrien weiteren Einsatz von Chemiewaffen gegen die Bevölkerung vor.
  • Am 19. Mai soll das Assad-Regime in der Provinz Latakia mit Chlorgas gekämpft haben.

Die USA werfen der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad einen weiteren Einsatz von Chemiewaffen gegen die eigene Bevölkerung vor. Eine US-Untersuchung habe ergeben, «dass das Assad-Regime am 19. Mai Chlorgas als chemische Waffe bei einem Angriff in der Provinz Latakia in Syrien eingesetzt hat». Das sagte US-Aussenminister Mike Pompeo am Donnerstag in New York.

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Bashar Al-Assad soll Chemiewaffen eingesetzt haben. - Keystone

Der Angriff sei Teil des gewaltsamen Vorgehens der syrischen Truppen gegen Rebellen in der Region Idlib gewesen. Dort unterstützen russische Jets die syrischen Streitkräfte aus der Luft.

Pompeo kritisierte, der Angriff in Latakia gehöre zu der langen Reihe von Chemiewaffen-Einsätzen durch Assads Regierung. Bei denen Tausende Syrer verletzt oder getötet worden seien. Er kündigte an, die USA würden der Organisation zum Verbot von Chemiewaffen zusätzliche 4.5 Dollar (4,12 Millionen Euro) zur Untersuchung von Chemiewaffeneinsätzen in Syrien zur Verfügung stellen.

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Aussenminister Mike Pompeo will die Vorfälle genauer untersuchen. - Keystone

Das US-Finanzministerium verhängte am Donnerstag Sanktionen gegen eine Firma. Diese soll Jet-Kerosin an russische Truppen in Syrien geliefert und damit gegen US-Sanktionen verstossen haben. Das Ministerium teilte mit: Bei der betroffenen Firma Maritime Assistance LLC handele es sich um einen Ableger des russischen Konzerns OJSC Sovfracht. Gegen diesen waren wegen seiner Operationen in der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim bereits früher Sanktionen verhängt worden.

In der Region Idlib im Nordwesten Syriens leben nach Schätzungen rund drei Millionen Zivilisten, mehr als die Hälfte davon Vertriebene. Die benachbarte Türkei befürchtet eine neue Flüchtlingswelle, sollte die Lage dort weiter eskalieren. Beherrscht wird das Gebiet von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS). Assads Regierung rechtfertigt die Angriffe mit dem «Kampf gegen den Terror».

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