US-Präsident Biden: Trump hetzt Menschen im ganzen Land auf

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    Nach dessen Äusserungen über den verstorbenen Ex-Aussenminister Colin Powell kritisiert US-Präsident Joe Biden seinen Vorgänger Donald Trump: Dieses Verhalten sei «beleidigend» - aber auch erwartbar.

    Joe Biden bei einer Kundgebung im US-Bundesstaat Virginia. Der US-Präsident kritisiert seinen Vorgänger Donald Trump unter anderem wegen dessen Äusserungen über den jüngst verstorbenen Ex-Aussenminister Colin Powell. Foto: Alex Brandon/AP/dpa
    Joe Biden bei einer Kundgebung im US-Bundesstaat Virginia. Der US-Präsident kritisiert seinen Vorgänger Donald Trump unter anderem wegen dessen Äusserungen über den jüngst verstorbenen Ex-Aussenminister Colin Powell. Foto: Alex Brandon/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • US-Präsident Joe Biden hat es zuletzt meist vermieden, Donald Trumps Namen in den Mund zu nehmen - nun ist der Demokrat seinen republikanischen Vorgänger ungewöhnlich deutlich angegangen.

    Bei einem Auftritt im Bundesstaat Virgina kritisierte er am Dienstagabend unter anderem Trumps Äusserungen über den vorige Woche gestorbenen Ex-Aussenminister Colin Powell. Die Attacke gegen Powell sei «beleidigend» gewesen. «Ich würde ja sagen, es ist unglaublich», sagte Biden in Arlington. Aber: «Das war es nicht. Trump hat dasselbe mit (seinem scharfen innerparteilichen Widersacher) John McCain gemacht. So ist Donald Trump nun einmal.»

    Trump hatte darüber gespottet, dass Powell von den «Fake-News-Medien» nach seinem Tod gut behandelt worden sei, obwohl er «grosse Fehler in Sachen Irak» gemacht und einen Militäreinsatz in dem Land mit Verweis auf angebliche Massenvernichtungswaffen rechtfertigt habe. Biden entgegnete darauf nun, Powell sei ein «amerikanischer Held» gewesen. Trump hingegen habe einen Mob von Aufständischen am 6. Januar dazu angetrieben, das Kapitol zu stürmen. «Und bis heute hetzt er Menschen im ganzen Land auf.»

    Biden fand bei seinem Wahlkampfauftritt in Virginia, wo am 2. November ein neuer Gouverneur gewählt wird, auch deutliche Worte für Trumps Republikaner. «Die heutige republikanische Partei steht für nichts anderes als für weitere Steuersenkungen für die Reichen und die mächtigsten Konzerne», sagte er. Der Extremismus habe in ganz Amerika das Ruder in der Partei übernommen.

    Die führenden Kandidaten bei dem Gouverneursrennen in Virginia sind der frühere demokratische Amtsinhaber Terry McAuliffe und der Republikaner Glenn Youngkin. Biden nannte Youngkin «einen Gefolgsmann von Donald Trump». Die umkämpfte Abstimmung in dem Bundesstaat gilt auch als Stimmungstest für die nationale Politik.

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