US-Notenbank vor erstem Zinsentscheid 2026 - Fokus auf Powell
Die US-Notenbank Federal Reserve entscheidet an diesem Mittwoch (20.00 Uhr MEZ) zum ersten Mal in diesem Jahr über den weiteren geldpolitischen Kurs. Viele Experten rechnen dieses Mal damit, dass die Fed die Zinsen nicht verändert – dass die Zinsspanne also bei 3,5 bis 3,75 Prozent bleibt. Über das Jahr verteilt dürften dann Zinssenkungen um insgesamt zwei Schritte – also 0,5 Prozentpunkte – folgen.

Die Blicke von Analysten und Experten ruhen unterdessen auf Fed-Chef Jerome Powell und mögliche Aussagen zu einer Vorladung des US-Justizministeriums. Powell sprach kürzlich von einem Einschüchterungsversuch der Regierung unter Präsident Donald Trump.
Hintergrund des Konfliktes sind Trumps vehemente Forderungen nach Zinssenkungen. Der Fed-Zentralbankrat senkte den Leitzins im vergangenen Jahr in drei kleinen Schritten – das reichte dem Präsidenten aber nicht. In der Folge forderte Trump Powells Entlassung und beleidigte ihn regelmässig. Es ist unklar, ob ein Präsident einen Fed-Chef feuern darf.
Mit ihren Zinsentscheidungen versucht die US-Notenbank, einen Kompromiss zwischen stabilen Preisen und möglichst vielen Vollbeschäftigten zu finden. Ist der Leitzins zu hoch, bremst er die Wirtschaft etwa wegen zu hoher Kreditkosten aus. Ein niedrigerer Zins stimuliert zwar Wachstum und den Arbeitsmarkt, kann aber die Inflation anheizen.










