US-Notenbank erhöht Leitzins erstmals seit 2023
Die US-Notenbank erhöht den Leitzins. Neu liegt er zwischen 3,75 und 4,00 Prozent.

Das Wichtigste in Kürze
- Die US-Notenbank erhöht den Leitzins erstmals seit drei Jahren.
- Grund dafür ist die weiterhin hohe Inflation.
Erstmals seit mehr als drei Jahren erhöht die US-Notenbank den Leitzins. Die Zinsspanne steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 bis 4,00 Prozent. Dies teilte der Zentralbankrat der Federal Reserve (Fed) in Washington am Mittwoch mit.
Grund für die Erhöhung ist die Inflation, die im August bei 3,4 Prozent und damit über dem Ziel von 2 Prozent lag. Treiber der Teuerung sind die hohen Energiepreise wegen des Iran-Krieges.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) rechnet für das laufende Jahr mit einer höheren Inflation in den USA als bislang. Für 2026 erwartet die Zentralbank unterdessen eine Teuerungsrate von 3,7 Prozent – im Juni waren die Experten noch von 3,6 Prozent ausgegangen.
Fed rechnet mit stärkerem Wachstum der Wirtschaft
Vor dem Beginn des israelisch-US-amerikanischen Militärangriffs auf den Iran und der Sperrung des Seeweges durch die Strasse von Hormus als iranische Vergeltungsmassnahme lag die Erwartung sogar noch bei 2,7 Prozent Inflation in den USA für das laufende Jahr. Die Inflation im kommenden Jahr erwarten die Experten weiter bei 2,3 Prozent.
Unterdessen dürfte die US-Wirtschaft mit 2,3 Prozent in diesem Jahr etwas stärker wachsen als erwartet. Zuletzt erwartete die Fed ein Plus von 2,2 Prozent. Die Konjunkturerwartung für 2027 stieg um 0,1 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent.
Erst im Mai übernahm Kevin Warsh als Chef der Notenbank. Er war von Donald Trump nominiert worden. Der US-Präsident fordert ein stets eine Senkung des Leitzinses.
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