Pete Hegseth lobt Deutschlands NATO-Führungsrolle
Pete Hegseth würdigt Deutschlands Fortschritte bei der NATO und vereinbart mit Boris Pistorius engere Rüstungskooperationen.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Deutschland für seine führende Rolle bei der Stärkung der NATO in Europa gelobt. Beim Treffen mit Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius im Pentagon verwies er auf «grosse Fortschritte».
Diese Entwicklungen habe vor der Rückkehr von Präsident Donald Trump ins Amt wohl kaum jemand für möglich gehalten, sagte Hegseth. Deutschland stehe bei der Stärkung des Bündnisses inzwischen «an vorderster Front», berichtet die «Tagesschau».
Deutschland nähere sich zudem dem in Den Haag vereinbarten NATO-Ausgabenziel von fünf Prozent und gehe dabei mit gutem Beispiel voran. Pistorius erklärte nach dem Gespräch, er habe von Hegseth kein kritisches Wort über Deutschland gehört.
Pete Hegseth lobt Deutschlands Aufrüstung
Stattdessen habe der US-Minister die deutsche Rolle in Europa ausdrücklich gewürdigt, berichtet die «Tagesschau». Die Anerkennung gilt auch den höheren Verteidigungsausgaben Deutschlands.

Diese seien gegenüber 2025 um 25 Prozent auf 147 Milliarden Dollar gestiegen, berichtet «ZDFheute». Innerhalb der vergangenen zehn Jahre hätten sich die deutschen Verteidigungsausgaben damit etwa verdreifacht.
Pete Hegseth lobte Deutschland zudem für seine höheren Ausgaben, die Rüstungsimporte aus den USA und seine Rolle in der NATO. Beide Minister unterzeichneten im Pentagon eine Absichtserklärung für eine vertiefte Zusammenarbeit ihrer Rüstungsindustrien.
Pistorius sieht freie Kapazitäten in Deutschland
Die Absichtserklärung soll gemeinsame Entwicklung und Produktion, Lizenzfertigung sowie den Ausbau von Wartungs- und Instandhaltungskapazitäten erleichtern, berichtet «RND». Im Mittelpunkt steht der hohe Bedarf der NATO an Waffen, Munition und militärischer Ausrüstung.
Deutschland bietet dafür Know-how und zusätzliche Kapazitäten für die gemeinsame Produktion an. Pistorius verwies darauf, dass die Kapazitäten in den USA angesichts der hohen Nachfrage in einigen Bereichen nicht ausreichten.
Deutschland könne mit freien Kapazitäten und qualifizierten Fachkräften zusätzliche Produktion übernehmen, berichtet die «Tagesschau». Deutschland strebt zugleich Zugang zu Technologien und Systemen an, die in Europa bislang nicht oder noch nicht selbst hergestellt werden.
Deutschland beschafft 35 F-35-Kampfjets
Dazu gehören laut «RND» unter anderem Lenkflugkörper und Luftverteidigungssysteme. Ziel der Kooperation ist es, leistungsfähige Systeme für deutsche, amerikanische und weitere verbündete Streitkräfte schneller und in grösserer Stückzahl bereitzustellen.

Konkrete Projekte gibt es bereits. Deutschland beschafft 35 F-35-Kampfjets, während in Bayern künftig Munition für das Patriot-Luftverteidigungssystem produziert werden soll.
Auch beim geplanten Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern sind die Weichen gestellt, berichtet die «Tagesschau». Die grundsätzliche Vereinbarung steht, der genaue Zeitplan ist jedoch noch offen.
















