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    Unicef: Fast 37 Millionen Kinder weltweit auf der Flucht

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    USA,

    Weltweit sind 36,5 Millionen Kinder auf der Flucht - so viele wie niemals zuvor seit 1945. Und die Kinder aus der Ukraine sind noch nicht miteingerechnet.

    Menschen in Kibumba in der Demokratischen Republik Konglo fliehen Ende Mai vor Kämpfen zwischen kongolesischen Streitkräften und Rebellen in das benachbarte Uganda.
    Menschen in Kibumba in der Demokratischen Republik Konglo fliehen Ende Mai vor Kämpfen zwischen kongolesischen Streitkräften und Rebellen in das benachbarte Uganda. - Moses Sawasawa/AP/dpa/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Weltweit befinden sich laut Unicef 37 Millionen Kinder auf der Flucht.
    • Bei dieser Zahl sind die geflüchteten ukrainischen Kinder noch nicht einmal eingerechnet.
    • Die Kinder waren Ende 2021 vor Konflikten, Gewalt und anderen Krisen geflüchtet.

    So viele Kinder wie niemals zuvor seit dem Zweiten Weltkrieg sind Ende 2021 weltweit auf der Flucht vor Konflikten, Gewalt und anderen Krisen gewesen. Das Kinderhilfswerk Unicef teilte am Freitag mit, eine Rekordzahl von 36,5 Millionen Kindern sei aus ihren Häusern und Wohnungen vertrieben worden. Darunter seien 13,7 Millionen Flüchtlings- und asylsuchende Kinder und fast 22,8 Millionen Kinder, die wegen Konflikten und Gewalt im Inland vertrieben worden seien. Damit stieg die Zahl der weltweit vertriebenen Kinder im Vergleich zu 2020 um 2,2 Millionen.

    Die Rekordzahl sei eine direkte Folge von langwierigen Konflikten wie in Afghanistan oder im Jemen. Rund 7,3 Millionen Kinder wurden 2021 wegen Naturkatastrophen heimatlos. Unicef forderte die Regierungen in aller Welt auf, den Schutz für Flüchtlinge, Migranten und Kinder zu verstärken.

    Ukraine noch nicht miteingerechnet

    Noch gar nicht eingerechnet in die Rekordzahl seien die heimatlos gewordenen Kinder in der Ukraine. Durch den russischen Angriffskrieg in dem Land seien seit Februar mehr als zwei Millionen Kinder zur Flucht veranlasst worden, rund drei Millionen Kinder seien innerhalb des Landes vertrieben worden. Darüber hinaus würden Kinder und ihre Familien auch durch extreme Wetterereignisse wie etwa die Dürre am Horn von Afrika und durch schwere Überschwemmungen wie in Indien, Bangladesch und Südafrika vertrieben.

    Über ein Drittel der vertriebenen Kinder lebe in Afrika südlich der Sahara (3,9 Millionen oder 36 Prozent), ein Viertel in Europa und Zentralasien (2,6 Millionen oder 25 Prozent) und 13 Prozent (1,4 Millionen) im Nahen Osten und Nordafrika, hiess es weiter. Etwa zwei Drittel aller Flüchtlingskinder seien in der Grundschule eingeschrieben, während nur etwa ein Drittel der jugendlichen Flüchtlinge eine weiterführende Schule besuche. Rund 34 Prozent der festgestellten Opfer des Menschenhandels weltweit seien Kinder.

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