Unicef: Fast 70.000 Kinder in Nordsyrien auf der Flucht

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    Seit dem Beginn der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien befinden sich nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef fast 70.000 Kinder auf der Flucht.

    Eine Frau und ihre Kinder fliehen aus dem Konfliktgebiet
    Eine Frau und ihre Kinder fliehen aus dem Konfliktgebiet - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • UN-Kinderhilfswerk kritisiert Angriffe auf Schule und Gesundheitseinrichtungen.

    Bis Montag seien in Nordostsyrien mindestens vier Kinder getötet und neun weitere verletzt worden, erklärte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore am Dienstag in New York. Zudem gebe es Berichte über sieben getötete Kinder in der Türkei.

    Laut Unicef gerieten seit Beginn der Kämpfe in Nordostsyrien drei Gesundheitseinrichtungen und Krankenwagen und eine Schule unter Beschuss. Das Wasserwerk A'Iouk in Hassake, das fast 400.000 Menschen versorgt, ist den Angaben zufolge ausser Betrieb.

    Das Kinderhilfswerk befürchtet, dass angesichts der Gewalt mindestens 170.000 Kinder in der Region auf humanitäre Hilfe angewiesen sein werden. Fore rief die Konfliktparteien «sowie jene, die Einfluss auf sie haben», zu auf, Kinder zu jeder Zeit zu schützen. «Diejenigen, die im Nordosten und in anderen Landesteilen Syriens kämpfen, müssen die zivile Infrastruktur schützen und dürfen sie nicht für militärische Zwecke nutzen», forderte sie.

    Die Türkei hatte am Mittwoch vergangener Woche ihre lange angekündigte Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG begonnen. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wurden bereits mehr als 130 Kämpfer der kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte sowie 69 Zivilisten getötet. Nach UN-Angaben sind 160.000 Menschen auf der Flucht.

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