Trump will erstmals als Präsident zu Medien-Dinner kommen

    Keystone-SDA
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    USA,

    Donald Trump will zum ersten Mal als US-Präsident am traditionellen Galadinner der Washingtoner Hauptstadtpresse teilnehmen. Da die Presse ihn seit Beginn seiner ersten Amtszeit «ausserordentlich schlecht» behandelt habe, habe er die Veranstaltung bislang boykottiert und sei nie als Ehrengast erschienen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social mit Blick auf das Dinner der White House Correspondents' Association (WHCA), das gewöhnlich im Frühjahr stattfindet.

    Donald Trump
    Donald Trump will zum ersten Mal als US-Präsident am traditionellen Galadinner der Washingtoner Hauptstadtpresse teilnehmen. - keystone

    Zu Ehren des 250. Geburtstags der USA und «angesichts der Tatsache, dass diese „Korrespondenten“ nun einräumen, dass ich tatsächlich einer der grössten Präsidenten in der Geschichte unseres Landes bin», werde es ihm eine Ehre sein, die Einladung anzunehmen, so Trump. Er wolle daran arbeiten, das Event zum grössten, heissesten und spektakulärsten Abendessen aller Zeiten zu machen. Weitere Details dazu, warum er seine Meinung geändert habe, nannte Trump nicht.

    Man freue sich, dass der Präsident die Einladung angenommen habe, hiess es unterdessen von der Vereinigung.

    Die Journalisten-Vereinigung der im Weissen Haus akkreditierten Korrespondenten veranstaltet den Festabend seit mehr als 100 Jahren. Der Präsident ist gewöhnlich Stargast – einzig Trump, der Medien gern als «Feinde des Volkes» bezeichnet, nahm bisher weder in seiner ersten noch zweiten Amtszeit teil. Die Vereinigung lade den Präsidenten ein, um ihn daran zu erinnern, warum eine starke vierte Gewalt für die Demokratie unerlässlich sei, hatte deren Vorsitzender Eugene Daniels im vergangenen Jahr gesagt.

    Anwesend sind neben Journalistinnen und Journalisten in der Regel viele hochrangige Politiker und einflussreiche Strippenzieher in der US-Politik.

    Trumps Regierung hat im vergangenen Jahr drastisch in die Arbeit der Reportervereinigung eingegriffen. Mitte April schränkte das Weisse Haus den Zugang von Nachrichtenagenturen zum sogenannten Korrespondenten-Pool ein, einer ausgewählten Gruppe von Reporterinnen und Reportern, die den Präsidenten bei öffentlichen Auftritten begleitet und ihre Informationen mit den übrigen Kollegen teilt. Der Pool wird eigentlich traditionell von der Reportervereinigung zusammengestellt.

    Zuvor war die US-Agentur AP von Veranstaltungen im Oval Office des Weissen Hauses ausgeschlossen worden – auch nach einer anderslautenden richterlichen Anweisung blieb es dabei. Hintergrund ist die Weigerung der AP, in ihrer Berichterstattung die von Trump verfügte Umbenennung des Golfs von Mexiko in «Golf von Amerika» zu verwenden.

    Generell setzt Trumps Regierung auf wohlgesonnene Berichterstatter – und lädt regelmässig rechte Influencer als Vertreter sogenannter neuer Medien zu Veranstaltungen ein. Dort dürfen diese dann häufig die erste Frage stellen, die meist eher ein Lobgesang auf den Präsidenten ist. Trump geht ausserdem mit Klagen gegen missliebige Berichterstattung vor. Auch im Pentagon mussten einige grosse US-Medien ihre festen Plätze räumen.

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    Kommentare

    User #3287 (nicht angemeldet)

    Die werden auch froh sein. Aber er will seine Direktiven an die Journalisten direkt durchgeben, inkl. Sanktionen bei nicht Beachtung.

    User #3593 (nicht angemeldet)

    Da wird er dann wohl eine zweistündige Rede halten, in der er jedes Medium und jeden Journalisten abkanzelt und als Fake hinstellt. Da würde ich als Veranstalter eine andere Location suchen, ohne ihm etwas davon zu sagen.

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